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Rostock Mitmachen und gewinnen: Wie soll Rostocks neue E-Fähre für den Stadthafen heißen?
Mecklenburg Rostock

Mitmachen und gewinnen: Wie soll Rostocks neue E-Fähre heißen?

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18:00 07.03.2021
So wird sie aussehen: Noch im Sommer nimmt Rostock eine neue E-Fähre zwischen Gehlsdorf und dem Stadthafen in Betrieb.
So wird sie aussehen: Noch im Sommer nimmt Rostock eine neue E-Fähre zwischen Gehlsdorf und dem Stadthafen in Betrieb. Quelle: Ampereship/Hansestadt Rostock
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Rostock

Im Sommer beginnt auf der Warnow in Rostock ein neues Zeitalter: Über den Fluss geht es dann nämlich mit Sonnenkraft. Ab August soll die neue Elektro-Solar-Fähre im Stadthafen den Betrieb aufnehmen. Fußgänger und Radler sollen dann klimaneutral vom Kabutzenhof nach Gehlsdorf den Fluss queren.

Eines fehlt der Hansestadt noch – ein Name für die neue Fähre. Und den sollen sich die Rostocker ausdenken: Stadtverwaltung, die Rostocker Straßenbahn AG und OZ suchen gemeinsam den schönsten, besten, originellsten Namen für das neue Schiff. Bis kommenden Donnerstag (11. März) können alle Rostocker ihre Vorschläge einfach hier online einreichen. In einigen Tagen sollen die Rostocker dann über die drei besten Namen abstimmen.

Ein Schiff für alle Rostocker

„Bei uns in der Verwaltung und sicherlich auch in der RSAG ist die Vorfreude auf die Elektrofähre riesig. Wir läuten damit eine neue Ära im Stadthafen ein. Deshalb soll das Schiff auch einen neuen Namen bekommen“, sagt Rostocks Hafensenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD). „Und weil die E-Fähre letztlich allen Rostockern gehört, möchten wir möglichst viele Menschen an der Namensfindung beteiligen. Wir hoffen deshalb auf zahlreiche kreative Namensvorschläge, die zu diesem hochmodernen Wasserfahrzeug und zu unserer Stadt passen.“

Innerhalb der Verwaltung gebe es schon erste Vorschläge. Aber: „Ich bin mir sicher: Irgendwo da draußen gibt es eine Idee, die uns alle noch mehr vom Hocker reißt“, so Müller-von Wrycz Rekowski.

Mitmachen ist ganz einfach: Bis Donnerstag können alle kreativen Köpfe ihre Ideen ganz einfach an die OZ senden. Eine Jury wählt dann die drei besten Vorschläge aus. Und dann sind wieder die Rostocker gefragt: Denn ab dem 15. März sollen sie – ebenfalls im Internet – ihren absoluten Favoriten küren.

Als kleinen Ansporn wollen Stadt und RSAG den Namensgeber belohnen – mit einem großen Rostock-Lexikon und freien Fahrten in allen Bahnen, Bussen und auf der neuen Fähre der RSAG.

Tests starten im Juli

Insgesamt fast vier Millionen Euro lässt sich die Hansestadt die neue E-Fähre kosten. Zwei Millionen kostet allein das Schiff selbst. Gebaut wird es von den Stralsunder Unternehmen Ostseestaal und Ampereship. Die beiden Schwester-Firmen sind Experten für elektrisch betriebene, saubere Boote. Unter anderem stammt mit der „Sankta Maria II“ die weltweit erste vollelektrische Autofähre für Binnengewässer aus der Stralsunder Schiffsschmiede. Die Fähre verkehrt auf der Mosel.

Kiellegung für den neuen, 21 Meter langen Katamaran für die Warnow war erst im September 2020. Im Juli sollen bereits die Testfahrten im Stadthafen starten. Zuvor aber müssen die Anleger am Kabutzenhof und auch in Gehlsdorf für die neue Ära umgebaut werden. Das soll noch im März beginnen. Während der Arbeiten soll der Fährbetrieb aufrechterhalten werden und in Gehlsdorf ein provisorischer Anleger entstehen. Wenn am Kabutzenhof gebaut wird, weicht die Fähre auf den Neptunkai in Höhe der Straße „An der Kesselschmiede“ aus.

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Sonne liefert den Strom

Angetrieben wird die noch namenlose Fähre mit Batterien. Die Energie für die Akkus liefern insgesamt 36 auf dem Dach installierte Solarzellen. Bis 14 Kilometer pro Stunde schafft der Neubau. Auf der „Dienststrecke“ zwischen Gehlsdorf und dem Stadthafen kann es der Kapitän aber gemächlicher angehen lassen. „Sieben bis acht km/h sind ausreichend, um den Fahrplan einzuhalten“, sagt Ingo Schillinger, der verantwortlichen Manager bei Ampereship.

Die Fähre kann zeitgleich bis zu 80 Passagiere und 15 Fahrräder transportieren. „Im Vergleich zu unserer bisherigen Fähre sparen wir pro Jahr fast 100 Tonnen CO2 und 36 000 Liter Diesel ein“, sagt Hafensenator Müller-von Wrycz Rekowski. „Das ist ein weiterer Baustein auf Rostocks Weg zur klimaneutralen Großstadt.“

An- und Ablegen soll das Schiff an den neuen Anlegern mit der Hilfe von „Dauermagneten“. Seile und Taue braucht die Fähre nur über Nacht. Dann wird sie in Gehlsdorf festgemacht, dann werden die Akkus für schlechtes Wetter aus dem Stromnetz geladen.

Mehr Verlässlichkeit auf dem Fluss

Die RSAG verspricht sich von dem Neubau mehr Zuverlässigkeit auf der schwimmenden Linie: Die bisherige Fähre „Gehlsdorf“ ist bereits 22 Jahre alt, fällt zu häufig mit technischen Problemen aus. RSAG-Vorstand Yvette Hartmann hatte bereits im vergangenen Jahr gesagt, die „Gehlsdorf“ werde auf Verschleiß gefahren.

Noch ein Vorteil: Der Katamaran soll auch bei stürmischen Wetter die Warnow ohne Probleme queren können.

Von Andreas Meyer