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Rostock Moderne Toiletten-Anlage im Stadthafen eröffnet
Mecklenburg Rostock Moderne Toiletten-Anlage im Stadthafen eröffnet
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18:30 05.06.2019
Der Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus (l.) eröffnete gemeinsam mit Axel Pohl vom Amt für Umweltschutz die WC-Anlage im Stadthafen. Quelle: Dana Frohbös
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Stadtmitte

Der Stadthafen verfügt ab sofort über eine moderne und vollautomatische WC-Anlage. Am Mittwoch eröffnete Axel Pohl vom Amt für Umweltschutz sie gemeinsam mit Rostocks Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus.

„Damit schließen wir eine Lücke am östlichen Ende des Stadthafens“, sagt Matthäus. Ein öffentliches Örtchen hat es im Bereich der Silohalbinsel bisher nicht gegeben. „Ich habe auch schon mit dem hier ansässigen Gastronomen gesprochen“, sagt Matthäus. „Der ist sehr froh, dass die Toilette jetzt steht.“

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100 000 Errichtungskosten

Rund 100 000 Euro hat die Hanse- und Universitätsstadt Rostock in das barrierefreie und 15 Tonnen schwere Toilettenhäuschen investiert. Seit Rostock einen ausgeglichenen Haushalt hat, könne endlich wieder Geld ausgegeben werden. „Zuvor haben wir immer nur Mängelverwaltung betrieben“, sagt Senator Holger Matthäus.

Auf der Silohalbinsel wurde ein modernes WC-Häuschen eröffnet. Für die Benutzung der High-Tech-Anlage fällt eine Gebühr von 50 Cent an.

„Wir sind eine Tourismusstadt und da wollen die Gäste natürlich gepflegte Örtchen vorfinden“, sagt er. Mit einer Selbstreinigungsfunktion ausgestattet, bietet die WC-Anlage rund um die Uhr ein ansprechend gestaltetes Ambiente. Auch an einen Wickeltisch für Babys wurde gedacht. Die Benutzungsgebühr orientiert sich am Bürgerschaftsbeschluss und beträgt 50 Cent.

39 öffentliche Örtchen in Rostock

Mit der Anlage am Stadthafen verfügt die Hansestadt jetzt über 39 solcher Anlagen. Angebotsschwerpunkte bilden Warnemünde und die Rostocker Innenstadt. Doch es sind noch weitere geplant: „Wir wollen auch in die Naherholungsgebiete“, sagt Holger Matthäus. So sollen etwa der Barnstorfer Wald oder der Strandaufgang 4 in Markgrafenheide Toiletten erhalten. „Weil es dort aber keine Anschlüsse gibt, werden wir dort Trockentoiletten aufstellen“, sagt Axel Pohl.

In Warnemünde hingegen entsteht am Strandaufgang 16 derzeit ebenfalls eine komfortable Spül-WC-Anlage wie die auf der Silohalbinsel. „Die ist auf dem neuesten Stand der Technik“, sagt Axel Pohl. Die alten Anlagen stammten aus den 1990er Jahren, seien eng, verschlissen und auch nicht immer barrierefrei.

Der Erhalt der technischen und baulichen Substanz der Anlagen sowie deren Reinigung erfordern jährlich hohe finanzielle Aufwendungen. So wurden für die Bewirtschaftung der 20 öffentlichen Toiletten, die das Amt für Umweltschutz betreibt, im vergangenen Jahr 200 000 Euro aufgewandt. Auch die Reinigung ist hier mit eingerechnet.

Toilettenhäuschen nicht zu übersehen

Wie häufig die Anlage am Stadthafen gesäubert werden muss, stellt sich noch erst heraus. „Das hängt von der Frequentierung ab und kommt natürlich auch auf die Leute an, wie sie sich benehmen“, sagt Axel Pohl. Mindestens einmal am Tag wird aber geputzt.

Die Außenverkleidung der Toilette ist zwar in auffälligem Rot gehalten, aber damit sie gut gefunden werden kann, wird sie wohl noch mit einem Piktogramm versehen. „So eine Anlage sollte man im Notfall ja nicht suchen müssen“, sagt Axel Pohl.

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