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Rostock Mole sackt ab
Mecklenburg Rostock Mole sackt ab
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07:36 17.02.2015
Gudrun und Volker Korbus aus Langenhagen bei Hannover genießen den frischen Wind auf der Warnemünder Westmole. Spaziergänge auf der Mole gehören für fast alle Besucher des Ostseebades zum Progamm.
Gudrun und Volker Korbus aus Langenhagen bei Hannover genießen den frischen Wind auf der Warnemünder Westmole. Spaziergänge auf der Mole gehören für fast alle Besucher des Ostseebades zum Progamm. Quelle: Sternberg
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Rostock

Die Senken und Risse auf der Warnemünder Westmole sind nicht zu übersehen. Ob sie für das Bauwerk und damit für die Spaziergänger auf der Mole auch gefährlich werden können, lässt das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Stralsund jetzt prüfen. So werden von einer Spezialfirma Probebohrungen durchgeführt. Die Bohrkerne werden dann analysiert. Gibt es Hohlräume, die durch Ausspülungen entstanden sein können, muss gehandelt werden. Je nach dem Grad der Schäden entscheidet sich, wie schnell das geschehen muss.

Man wolle nicht im Hochsommer an der Mole bauen, und sie dann für die Spaziergänger sperren, so das WSA. Allerdings gehöre die touristische Nutzung der Mole nicht zu den Aufgaben des Amtes. „Wir brauchen nur das Seezeichen auf dem Molenkopf, dass die Mole betreten werden darf, erlauben wir nur zähneknirschend“, sagt Amtsleiter Holger Brydda. Denn so sei das WSA in der Verkehrssicherungspflicht und für jede Bananenschale und für jede Sandverwehung verantwortlich. Darum versuche man schon seit Jahren, die Mole an die Hansestadt Rostock abzutreten. Doch die Stadt hat abgewunken und auf die Aufgabe des Wasserbauwerks zur Sicherung des Schiffsverkehrs verwiesen. Der Unterhalt der Mole würde den Rostocker Haushalt ohne Not belasten.



Thomas Sternberg