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Rostock Neues Wohngebiet in Rostock: Streit um Entschädigung für Kleingärten
Mecklenburg Rostock Neues Wohngebiet in Rostock: Streit um Entschädigung für Kleingärten
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15:30 15.02.2019
Die Abrissarbeiten in der Kleingartenanlage „Satower Straße“ sollen schon bald abgeschlossen sein. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock-Gartenstadt

Weiter Diskussionen um die abgerissenen Kleingärten an der Satower Straße in Rostock: Die betroffenen Kleingärtner hätten eine höhe Entschädigung vom Rathaus erwartet, als sie bisher erhalten haben. „Der Oberbürgermeister hat immer von einer 1,3-fachen Zahlung gesprochen, wir haben aber nur eine einfache erhalten“, sagt René Papenhagen, Chef des Kleingartensvereins „Satower Straße“. Er ist sauer: „Dann soll er so etwas nicht versprechen.“

Stadtsprecherin Kerstin Kanaa teilt dazu auf OZ-Nachfrage mit: „Die 18 betroffenen Kleingärtner haben eine Entschädigung in der Höhe erhalten, die ihnen nach dem Bundeskleingartengesetz zusteht.“ Auch aus Sicht von Christian Seifert, Chef des Dachverbandes der Kleingärten in Rostock, ist alles korrekt abgelaufen. Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) habe lediglich die 1,3-fache Entschädigung für den Fall in Aussicht gestellt, dass die Kleingärtner ihre Flächen freiwillig aufgeben. „Das ist hier aber nicht passiert“, sagt Seifert. Die Stadt habe den Kleingärtnern unter Einhaltung der gesetzlichen Frist gekündigt. Deshalb hätten die Betroffenen auch nur Anspruch auf die einfache Zahlung, so der Verbandschef. Nach OZ-Information handelt es sich um vierstellige Summen.

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Hintergrund: In der Kleingartenanlage „Satower Straße“ müssen 18 Parzellen weichen, damit dort die Erschließungsstraße zum neuen Wohngebiet Kiefernweg entlang führen kann. Kritiker monieren jedoch, dass die Kleingärten schon jetzt abgerissen worden sind, obwohl die Bürgerschaft den Bebauungsplan noch nicht beschlossen hat (die OZ berichtete). Das soll erst im Herbst passieren.

Die Kleingärtner favorisieren eine Erschließung des Wohngebietes über den bereits vorhandenen Kiefernweg. Diese Variante weist die Stadt jedoch zurück, weil im Einzugsgebiet der Straße mehrere schützenswerte Biotope liegen.

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André Wornowski