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Rostock Nach Attacke an Rostocker Grundschule: Darum hat das Mädchen (7) zugebissen
Mecklenburg Rostock Nach Attacke an Rostocker Grundschule: Darum hat das Mädchen (7) zugebissen
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17:32 15.08.2019
An der Evershäger Grundschule hat am Mittwoch eine Schülerin (7) eine Lehrerin gebissen. Quelle: Stefan Tretropp
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Rostock

Nun ist der Grund für die Attacke klar, über die Rostock seit Mittwoch redet: Die Siebenjährige, die am Mittwoch ihre Lehrerin gebissen hat, war offenbar enttäuscht darüber, dass es für sie aktuell noch keinen Hortplatz gibt.

Die Vorgeschichte des Ausrasters begann schon am Dienstag. „Gegen Mittag wollte die Mutter ihre Tochter abholen, die sich aber gesträubt hat und lieber noch bleiben wollte – was ja für die gute Arbeit an der Schule spricht“, sagt Henning Lipski von der Pressestelle des Schweriner Bildungsministeriums.

Mädchen und Lehrerin wieder Zuhause

Am Mittwoch sei der fehlende Hortplatz dann noch einmal Thema zwischen der Lehrerin – die auch die Leiterin der Schule ist – und dem Kind gewesen, woraufhin das Mädchen zugebissen hätte. Auch Beamte der Polizei waren vor Ort im Einsatz.

Das Mädchen wurde laut Angaben eines Polizeisprechers in die Nervenklinik der Unimedizin gebracht, die Pädagogin ins Krankenhaus. Beide sind mittlerweile wieder Zuhause. „Die Schulleiterin ist krank geschrieben und das betroffene Mädchen erst einmal Zuhause“, so Henning Lipski.

Klärendes Gespräch zwischen Schule und Eltern geplant

Für Dienstag ist ein Gespräch zwischen den Eltern des Kindes, Vertretern der Schule und des Schulamtes geplant, um das weitere Vorgehen zu beraten. „Die Eltern haben ihr Kommen auch schon zugesagt“, erklärt der Sprecher.

Aktuell besucht die Siebenjährige eine Diagnoseförderklasse der Evershäger Grundschule. Obwohl die Hortplatzvergabe keine Angelegenheit des Schulamtes sei, „wollen wir unterstützen und dafür sorgen, dass das Mädchen einen Platz bekommt, wenn es dort so gern auch nachmittags bleiben will“, sagt Lipski, der noch einmal betonte, dass die Evershäger Grundschule und auch deren Leitung sowie Kollegium für ihre engagierte und gute pädagogische Arbeit bekannt seien.

Vergabe der Hortplätze ist Sache der Träger

Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) erklärte, dass für die Vergabe der Hort-Berechtigungsscheine das städtische Jugendamt zuständig sei. „Und für die Plätze dann die jeweiligen Träger“, so der Senator. Er kenne die aktuellen Belegungszahlen des Hortes in Evershagen nicht, wolle aber auch persönlich prüfen, wie die Lage vor Ort ist. „Wir haben in Rostock in manchen Teilen eine hundertprozentige Abdeckungsquote, in anderen Vierteln liegt sie bei der Hälfte“, sagte er. Grundsätzlich stünde der Campus Maxim-Gorki-Straße auf der Agenda, weil das dritte Gebäude, das auch für den Hort genutzt wird, saniert werden soll. „Wir werden dort also in jedem Fall etwas tun“, so Bockhahn.

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Von Claudia Labude-Gericke

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