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Rostock Nach Brand auf TT-Line-Fähre von Rostock nach Travemünde: „Peter Pan“ fällt aus
Mecklenburg Rostock Nach Brand auf TT-Line-Fähre von Rostock nach Travemünde: „Peter Pan“ fällt aus
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17:04 10.07.2019
TT-Line-Fähre „Peter Pan“ im Rostocker Seehafen Quelle: OVE ARSCHOLL
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Travemünde

Nach dem Feuer im Maschinenraum der Passagier-Fähre „Peter Pan“ auf der Ostsee hat am Mittwoch die Suche nach der genauen Brandursache begonnen. Nach bisherigen Erkenntnissen ist einer der Dieselgeneratoren verantwortlich, wie die Polizei mitteilte.

Das Feuer auf der Fähre der Reederei TT Line war Dienstagabend etwa sechs Seemeilen nordöstlich von Travemünde ausgebrochen. Das Schiff kam aus Trelleborg in Schweden und befand sich nach einem Zwischenstopp in Rostock auf dem Weg in ihren Zielhafen Travemünde. Verletzt wurde bei dem Vorfall nach Polizeiangaben niemand.

Der Brand war durch einen mechanischen Schaden an einem der fünf Dieselgeneratoren ausgelöst worden. Weil die Dieselgeneratoren dieses Schiffes in separaten Abteilungen untergebracht sind, blieb das Feuer auf diesen Bereich begrenzt.

Besatzung löschte Feuer

Durch das Feuer entwickelte sich nach Angaben der Polizei dichter Rauch, der bis auf die Fahrzeugdecks zog. Die Besatzung konnte jedoch das Feuer mit der bordeigenen Schiffsbrand-Bekämpfungsanlage schnell löschen.

Nachdem das Schiff wieder Fahrt aufgenommen hatte, kam es jedoch zu einem Ausfall an den Hauptmaschinen, so dass das 220 Meter lange Schiff manövrierunfähig wurde. Deshalb musste die „Peter Pan“ von zwei Schleppern in den Hafen von Travemünde gezogen werden.

Fähre „Peter Pan“ fällt vorerst aus

An Bord befanden sich nach Angaben der Reederei 217 Passagiere und 51 Besatzungsmitglieder. „Die meisten Passagiere waren mit ihren Autos an Bord und konnten ihre Reise - wenn auch mit Verspätung - fortsetzen“, sagte eine Reedereisprecherin.

Diejenigen, die ohne Fahrzeug an Bord waren, seien in Hotels untergebracht worden. Zur genauen Zahl konnte sie zunächst keine Angaben machen. Ob sich Lastwagen mit Gefahrgut an Bord befanden, war zunächst auch nicht bekannt.

Die „Peter Pan“ fällt den Angaben zufolge jetzt erst einmal aus. „Passagiere und Fahrzeuge, die für die nächsten Fahrten gebucht sind, werden auf die verbleibenden fünf Schiffe umgebucht“, sagte die Reedereisprecherin. Der Fahrplan wird angepasst. Für gewöhnlich verkehren sechs Schiffe der Reederei zwischen den Häfen Travemünde, Rostock und Trelleborg.

Alle aktuellen Fahrplaninformationen werden auf der Homepage der Reederei eingestellt.

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dpa