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Rostock Nach Brand im Krefelder Affenhaus: Rostocker Zoo bietet Hilfe an
Mecklenburg Rostock

Nach Brand im Krefelder Affenhaus: Rostocker Zoo bietet Hilfe an

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19:48 02.01.2020
Brandermittler der Polizei stehen vor dem abgebrannten Affenhaus des Krefelder Zoos. Quelle: Marcel Kusch/dpa
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Rostock

Es waren Bilder, die auch in Rostock für Betroffenheit sorgten: Als bei einem verheerenden Brand im Affenhaus des Krefelder Zoos zu Silvester mehr als 30 Tiere starben, hatte Rostocks Zoodirektor Udo Nagel feuchte Augen. „Deshalb habe ich dem Krefelder Zoodirektor Wolfgang Dreßen auch unsere Hilfe angeboten“, so Nagel. „Wir werden schauen, inwieweit wir im Rahmen unserer Nachzucht mit Tieren, zum Beispiel Orang-Utans, helfen können“, sagte er am Donnerstag. In der Hansestadt leben zudem zwei Gorillas, die von Gorillas abstammen, die im Zoo in Krefeld gelebt haben.

„Die Kollegen in Krefeld sind selbst sehr gut, aber vielleicht können wir bei bestimmten Fachfragen rund um den Wiederaufbau mit Know-how helfen“, so Nagel. Immerhin steht in Rostock mit dem Darwineum eine von Europas derzeit modernsten Anlagen für die Haltung von Menschenaffen.

Krefelder Zoo überlässt Rostock Baumkängurus

„Die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Zoos besteht außerdem schon länger. Die Krefelder haben uns damals im Rahmen des Zuchtprogrammes die Baumkängurus überlassen“, so Nagel.

Zoodirektor Udo Nagel Quelle: OVE ARSCHOLL

Da bei dem Feuer in der Silvesternacht, das durch sogenannte Himmelslaternen ausgelöst wurde, auch das gesamte Affenhaus abbrannte, sei auch finanzielle Unterstützung denkbar. Eine mögliche Spendenaktion müsse aber erst einmal mit den Betroffenen besprochen werden.

„Die Zoogemeinschaft steht immer eng zusammen. Als im Prager Zoo beim Hochwasser alle Tiere ertrunken sind, wurde von den anderen mit Tieren und Spenden geholfen“, blickt Nagel zurück. Nur im Verbund sei es möglich, solche Katastrophen zu überstehen.

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