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Rostock Nach Jahren des Stillstands: Rostock saniert alten Neptun-Kai
Mecklenburg Rostock Nach Jahren des Stillstands: Rostock saniert alten Neptun-Kai
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09:00 28.11.2019
Die letzte unsanierte Kaikante auf dem Areal der ehemaligen Neptun-Werft im Rostocker Stadthafen birgt für Fußgänger und Radfahrer einige Gefahren. Quelle: Ove Arscholl
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Kröpeliner-Tor-Vorstadt

Die letzten noch unsanierten Kai-Flächen auf dem Areal der ehemaligen Neptun-Werft im Stadthafen werden im Jahr 2020 instand gesetzt. Die entsprechenden Gelder in Höhe von 142 000 Euro hat der Hauptausschuss der Rostocker Bürgerschaft jetzt freigegeben. „Wir richten die Oberfläche der Kaikante her und werden eine Schotterschicht aufschütten lassen, um eine einheitliche Fläche zu erhalten“, erläutert Hafenkapitän Falk Zachau das Vorhaben.

Der alte Neptun-Kai befindet sich derzeit in einem stark sanierungsbedürftigem Zustand. Was bereits mit bloßem Auge zu erahnen ist, hat eine Bauwerksprüfung im Jahr 2017 offiziell bestätigt. Demnach ist in weiten Teilen eine Instandsetzung der Kaianlage erforderlich und mittelfristig sogar eine komplette Erneuerung. „Während die Standsicherheit der Anlage derzeit noch gegeben ist, zeigen insbesondere die öffentlich begehbaren Anlagenteile erhebliche Schäden und Mängel auf“, schreibt Rostocks Finanzsenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD) in einer Stellungnahme an den Hauptausschuss. Es gebe diverse Stolperfallen, zum Beispiel durch die Kranbahn, und sogar Absturzkanten, weil Versorgungskanäle nicht sicher genug abgedeckt sind.

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Komplette Erneuerung kostet Millionen

Ziel der Stadtverwaltung ist es, hier nun eine öffentlich zugängliche und nutzbare Uferkante mit Promenade für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen. Die Planungen dazu sind bereits abgeschlossen, nun muss noch die Bauleistung ausgeschrieben werden. Die Stadt hatte zunächst auf Fördergelder für die Sanierung gehofft – dies hat sich jedoch zerschlagen.

Das Thema einer kompletten Erneuerung der Kaianlagen ist damit vorerst vom Tisch. Diese würde wohl auch mehrere Millionen Euro kosten – die Wohnungsgenossenschaft Wiro sprach schon im Jahr 2015 von mindestens 2,3 Millionen Euro.

Möwe“-Kran kommt in Fischereihafen

Der Kran „Möwe“ wurde 2014 abgebaut. Quelle: OVE ARSCHOLL

Die Stadt hatte das Areal im Jahr 2018 von der Wiro erworben – und auf Drängen der Bürgerschaft auch den ebenfalls stark sanierungsbedürftigen Portalwippkran „Möwe“. Dieser war 2014 abgebaut worden. Die verbliebenen Teile des Denkmals liegen bis heute sauber aufgeschichtet und eingezäunt an der Kaikante. Das 250 Tonnen schwere Material muss nun jedoch weichen, damit die Sanierung der Kaioberfläche erfolgen kann.

„Der Kran ‚Möwe‘ wird jetzt gesichert und im Fischereihafen gelagert“, sagt Hafenkapitän Zachau. Die Teile des Denkmals würden auf ihre Vollständigkeit und ihren Zustand hin überprüft. „Dann müssen wir sehen, wann und wo er wieder aufgestellt wird“, so Zachau weiter.

Das städtische Denkmalamt hatte zuletzt versichert, dass der Kran auf der sanierten Kaianlage wieder direkt am Wasser vollständig aufgebaut werden soll. Die Wiro hat bei der Übergabe an die Stadt bereits eine Million Euro für die Instandsetzung des Denkmals vorgeschossen – kostet der Wiederaufbau weniger, bekommt die Wohnungsgesellschaft die Differenz zurückgezahlt. Zuletzt waren rund 400 000 Euro für die Erneuerung im Gespräch.

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Von André Horn

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