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Rostock Nach dem Kampf: La Ola für Kröpelin
Mecklenburg Rostock Nach dem Kampf: La Ola für Kröpelin
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08:39 01.07.2019
Auf dem Weg zur schnellsten Sportmannschaft beim Kreisausscheid der Feuerwehren in Kröpelin Quelle: Thomas Hoppe
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Kröpelin

Hitze schreckt echte Feuerwehrkameradinnen und -kameraden natürlich nicht ab. So hatten sich 24 Mannschaften von ihnen am Sonnabend der Bestenermittlung des Landkreises Rostock gestellt – wieder einmal nach zwölf Jahren in Kröpelin. Damals hatte die hiesige Wehr gerade ihren 100. gefeiert.

„Mehr oder weniger haben wir gesagt: ‚Du, lieber Raik, kriegst das doch bestimmt hin.‘ Er konnte gar nicht nein sagen und so hat er es zusammen mit seinen Feuerwehren auch hingekriegt“, berichtete Kreisbrandmeister Mayk Tessin zum Auftakt so zufrieden wie augenzwinkernd über Kröpelins Wehrführer Raik Meißner und behielt sich für den Abschluss des Wettbewerbs – gut fünf Stunden später – eine La Ola aller Teilnehmer zum Dank für die organisatorische Leistung der Kröpeliner vor.

Da hatten bereits alle Teams beim Löschangriff nass ordentliche körperliche Leistungen vollbracht und den Feuerwehrsport-Wanderpokal der Schnellsten bekamen die Männer der zweiten Mannschaft aus Admannshagen-Bargeshagen: Ihre Bestzeit betrug 27,21 Sekunden.

Zum dritten Mal auf dem symbolischen Siegertreppchen eines solchen Kreisausscheids standen die Einsatzmänner der Freiwilligen Feuerwehr Gremmelin (53,17 Sekunden). Da es im Vorjahr mit dem Pokal für die Jungs vom Rande der Seenplatte jedoch Pustekuchen war, bleibt das Teil womöglich auf Wanderung.

Als schnellste Frauen (36,54 Sekunden) wurden die Damen der FF Gelbensande geehrt und die Einsatzmädels aus Kröpelin kamen quasi aus dem Stand mit 72,81 Sekunden zu Kreismeisterehren. Dafür drehte ihr Wehrführer zur Siegerehrung schon mal an der Handsirene, musste aber letztlich doch ein Bad im Wasserbottich nehmen. Das ist alles online im OZ-Videoclip zu sehen. Langsamer waren mit 100,8 Sekunden nur die Einsatzfrauen aus Lüssow/Karow.

Das sind Zeiten, an die sich auch Zuschauerin Martina Ziemens erinnern kann. Sie war einst Mitglied der Frauenfeuerwehrmannschaft in Steffenshagen und sagte zur OZ: „Wir haben früher immer über eine Minute gebraucht. Heute sind sie meistens so schnell, dass man nicht mehr hinterher kommt und die Wettkampfbedingungen sind bedeutend strenger. Aber es ist schon schön, zuzugucken.“ Auch ihr fünfjähriger Enkel Finn schaute gemeinsam mit der Mutti dem Papa bei den zwei Läufen der Einsatzmänner zu – Bestzeit 66,63 Sekunden (Platz 6). Die Kröpeliner Männer rangierten einen Platz davor und ihr Wehrführer betonte: „Wir sind das ordentlich zu Ende gelaufen – das sah gut, das sah flüssig aus.“ Dass viele Einsatzteams mit ihrem Vollstrahl relativ lange brauchten, um das Zielsignal hochzuklappen, erklärten Wettkampfteilnehmer mit dem Unterschied zwischen den ausgefeilten, zielgerechten Wettkampf-Strahlrohren und den regulären Einsatzstrahlrohren, die bei dem hohen Druck, der das Wasser schnell nach vorn bringen soll, mehr sprühen.

Auch beim Tag der offenen Tür der Kröpeliner Wehr gab es Wettbewerbe. Quelle: Thomas Hoppe

„Wir fokussieren uns alle bei solchen Wettkämpfen auf den Gemeinschaftssinn und das kriegen wir gut hin. Die Zeiten sind ansehbar“, betonte Kreisbrandmeister Mayk Tessin in der Halbzeit gegenüber der OZ. Er riet allerdings dazu, dass die Maschinisten doch weniger Wasserdruck geben sollten: „Die Einsatzstrahlrohre haben bei einem Ausgangsdruck von fünf Bar auch einen sauberen Strahl. Doch bei Vollpower haben wir da Drücke von zehn bis elf Bar am Strahlrohr und dann sprühen sie im Gegensatz zu Wettkampfrohren, die auch bei Volldruck voll hinhauen.“

„Beispielgebend für den Landkreis Rostock“, beurteilte Mayk Tessin vor der versammelten Truppe, dass bei Alarm tagsüber allein von der Stadtverwaltung und dem Bauhof mehr als ein Löschgruppenfahrzug besetzt werde. Bürgermeister Thomas Gutteck legte nach der Begrüßung aller Gäste, darunter die CDU-Bundestagsabgeordneten Karin Strenz und Peter Stein sowie Landrat Sebastian Constien (SPD), seine Feuerwehrkleidung an und trug zum reibungslosen Ablauf des Ausscheids bei.

Am 29. Juni fand der Wettbewerb mit 24 Mannschaften aus dem Landkreis Rostock in Kröpelin statt.

Thomas Hoppe

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