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Rostock Nach der Rostock-Wahl: Was die „Verlierer“ für die Zukunft planen
Mecklenburg Rostock Nach der Rostock-Wahl: Was die „Verlierer“ für die Zukunft planen
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14:57 29.05.2019
Beim Wahltalk der OSTSEE-ZEITUNG und des Norddeutschen Rundfunks haben sich acht Kandidaten für die Wahl zum Rostocker Oberbürgermeister vorgestellt. Im Rennen sind nur noch Claus Ruhe Madsen und Steffen Bockhahn. Quelle: OVE ARSCHOLL
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Rostock

Für den parteilosen Unternehmer Claus Ruhe Madsen (nominiert von CDU und FDP) und den Linken-Sozialsenator Steffen Bockhahn geht es in den kommenden drei Wochen noch mal um alles. Sie treten in der Stichwahl um das Amt des Rostocker Oberbürgermeisters an. Bei den anderen Kandidaten, die in der ersten Runde scheiterten, ist die Enttäuschung zum Teil groß.

Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD): „Natürlich hatte ich mir ein besseres Ergebnis erhofft“, sagt der bisherige Vize-OB der Hansestadt. Er war mit 13,2 Prozent der Stimmen auf Platz drei gelandet. Am Montag hatte sich Müller-von Wrycz Rekowski einen Tag Urlaub gegönnt – „um wieder auf klare Gedanken zu kommen“. Der Ordnungs- und Finanzsenator wolle sich nun wieder voll auf sein Amt konzentrieren: „Die Arbeit in Rostock geht weiter – und sie macht mir Spaß.“ Zu Gerüchten, er könne demnächst als Staatssekretär ins Schweriner Finanzministerium wechseln, äußert sich Müller-von Wrycz Rekowski nicht: „Mit mir hat niemand gesprochen.“

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Dirk Zierau (UFR): Der UFR-Kandidat kehrt ebenfalls ins Rathaus zurück – auf seinen Posten als Leiter des Rechts- und Personalamtes. „Ich bin zwar nicht glücklich, aber auch nicht enttäuscht. Das Ergebnis war als Neuling auf der politischen Bühne sehr gut. Das nächste Mal soll es besser werden“, deutet er einen möglichen zweiten Versuch in sieben Jahren bereits an.

Uwe Flachsmeyer (Grüne): Für Uwe Flachsmeyer ändert sich zunächst nicht viel. Er behält seinen Job bei einer Bank und wird weiter politisch in Rostock aktiv sein. „Ich bin nicht enttäuscht. Mit den teilweise gigantischen Budgets anderer Kandidaten konnten wir nicht mithalten.“ Dennoch hätten er und die Grünen viele Menschen überzeugen können: „Wir haben ein herausragendes Ergebnis für die Grünen in Rostock erreicht. Mit 19 Prozent sind wir zweitstärkste Fraktion in der Bürgerschaft.“ Und außerdem: Nach Eva-Marie Kröger (Linke, 24 123 Stimmen) habe er mit 16 982 Stimmen das zweitbeste Ergebnis aller Bürgerschaftskandidaten errungen – noch vor Roland Methling (12 073 Stimmen).

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Sybille Bachmann (Rostocker Bund): „Ich habe vorher einen Job gehabt und den mache ich weiter. Es ändert sich für mich gar nichts“, sagt Sybille Bachmann. Auch in der Bürgerschaft wolle sie weiter eine treibende Kraft sein: „In welcher Form auch immer.“ Und nein: Sie sei nicht enttäuscht. Mit 6239 Stimmen haben sie im Vergleich zur OB-Wahl 2012 ihren Stimmenanteil mehr als verdoppelt. „Das ist ein riesiger Erfolg für mich persönlich.“

Edgar Schulze (parteilos): Der Ingenieur Edgar Schulze galt von Anfang als Außenseiter. Aber er hat „Blut geleckt“: „Ich wollte aber zeigen, dass sich auch normale Bürger ohne Parteibuch und große Unterstützerkreise einmischen können. Das ist mir gelungen.“ Auf seine 1,6 Prozent sei er stolz, nun arbeite er wieder „normal“ im Rostocker Kraftwerk. „Der Wahlkampf hat aber riesigen Spaß gemacht. Ich habe viel gelernt.“ Und ja: Schulze kann sich nun vorstellen, sich künftig weiter politisch zu engagieren. „Was für mich in der Rostocker Stadtpolitik ein Oberknaller wäre? Wenn der neue OB mit allen OB-Kandidaten ein Kompetenzteam aufbauen würde.“

Tom Reimer (parteilos): Auch Tom Reimer will sich weiterhin in Rostock einbringen – mit einer „Denkfabrik“. Mit Rostockern und allen anderen Interessierten will er gemeinsamen Ideen für neue Formen der Wirtschaft, des Zusammenlebens, der Bildung und des Umweltschutzes entwickeln. Auch einen YouTube-Videokanal plant er – und einen eigenen Gedichtband.

Andreas Meyer

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