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Rostock Nachgehakt bei Promis in Rostock: Was ist Kunst und was kann weg?
Mecklenburg Rostock Nachgehakt bei Promis in Rostock: Was ist Kunst und was kann weg?
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05:21 17.05.2019
Vernissage im Schaudepot: Die Kunsthalle eröffnet ihre Jubiläumsausstellung „Ein halbes Jahrhundert für die Kunst“. Quelle: Thomas Mandt
Hansaviertel

Vernissage in Rostocks Kunsthalle: Mit geladenen Gästen feiert das Museum am Schwanenteich am Donnerstagabend seinen 50. Geburtstag und zugleich die Eröffnung seiner neuen Ausstellung, in der sich die Kunsthalle selbst in den Mittelpunkt stellt. „Ein halbes Jahrhundert für die Kunst“ nimmt Besucher mit auf eine Zeitreise.

Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Die OZ hört sich bei den Vernissage-Gästen um: Was ist für Sie Kunst?

Mainstream hinterfragen

„Mein Lebensunterhalt und Lebensbewältigung“, sagt Bildhauer Thomas Jastram. Dass nicht jedem alles gefällt, was gemeinhin als Kunst gilt, sei durchaus legitim. So mancher Laie stellt sich beim Anblick eines vermeintlichen Meisterwerkes die Frage: Ist das Kunst oder kann das weg? „Oft zurecht“, meint Jastram. „Es gibt etablierten Mainstream, der zu hinterfragen wäre.“

Für Schwesig ist Kunst Emotion

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ist, was Kunst betrifft, offen für Neues. „Ich lasse mich gern von ihr überraschen.“ Ob Bild, Skulptur oder Bauwerk – „Kunst muss mich bewegen, mein Herz berühren.“ Oder dazu anregen, sich kritisch mit einem Thema auseinanderzusetzen. „Wo die Diskussion beginnt, hat Kunst viel erreicht.“

Diese Promis waren beim Empfang in der Kunsthalle Rostock

Methling und die Mona Lisa

Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling hatte schon früh etwas für Kunst übrig – besonders für eine Dame, deren geheimnisvolles Lächeln seit Jahrhunderten Menschen in aller Welt verzaubert. „Als Kind hat mich die Mona Lisa sehr beeindruckt.“ Das trifft auch auf deren Erschaffer Leonardo da Vinci zu. Das Universalgenie war bekanntlich nicht nur Maler, sondern auch Ingenieur – wie Methling. „Ein Vorbild“, so der OB.

Hesses talentierte Familie

Bildungsministerin Birgit Hesse haben es die Bilder von Sven Ochsenreither angetan, besonders dessen Gemälde, die Kinder in Szene setzen. „Das Erstaunliche an Kunst ist, dass jeder etwas anderes in ihr sehen kann.“ Mit ihrem Vater und ihrer Oma habe sie selbst Künstler in der Familie, so Hesse. „Bei mir hat sich das Talent allerdings nicht durchgeschlagen, dafür aber bei meiner Tochter.“

Büttner ist „Habe-gern“

Maler und Grafiker Feliks Büttner entdeckt Kunst nicht nur in Galerien und Museen, sondern auch in der Natur. Die sei ein Meister darin, Schönes zu erschaffen. Was ihm hingegen nicht gefällt, ist, „wenn Leute mit Kunst spekulieren. Das ist eine Beleidigung für die Künstler.“ Büttner ist nicht nur Künstler, sondern auch Kunstsammler. „Ich bin ein Habe-gern.“ Kleiner Haken: „An meinen Wänden ist zu wenig Platz.“

Dafür bietet die Kunsthalle umso mehr Raum für Gemälde, Skulpturen und Grafiken. Einen Auszug dessen, was hier in den vergangenen 50 Jahren bereits Wände und Sockel schmückte, präsentiert die Jubiläumsausstellung „Ein halbes Jahrhundert für die Kunst“. Sie ist bis zum 27. Oktober im Schaudepot zu sehen. Gezeigt werden herausragende Werke aus der Sammlung, Plakate, Kataloge und Zeitungsartikel, die die vergangenen 50 Jahre widerspiegeln.

geöffnet Di.-So. 11-18 Uhr; Eintritt: 6 Euro (ermäßigt 4); Die ersten drei Tage (17.-19. Mai) ist der Eintritt zur Schau kostenfrei.

Mit diesen Ausstellungen machte die Kunsthalle zuletzt Furore:

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