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Rostock Nachwuchs im Polarium Rostock: So putzmunter ist das Pinguinküken
Mecklenburg Rostock Nachwuchs im Polarium Rostock: So putzmunter ist das Pinguinküken
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11:40 15.08.2019
Dem ersten Nachkommen im Rostocker Polarium geht es prächtig. Das Pinguinküken ist kaum noch von seinen Artgenossen zu unterscheiden. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Nicht nur die Besucher des Rostocker Zoos haben am Mittwoch noch einmal den Sonnenschein genossen: Die Humboldtpinguine tummelten sich im Wasser ihres Beckens im Polarium und flitzten an den neugierigen Zuschauern vorbei.

Unter den Frackträgern war auch ein besonders putziges Exemplar: Der erste Nachwuchs von Pinguin-Mama Fridolin und Papa Tristan. Das am 8. Mai geschlüpfte Küken hat jedoch noch keinen Namen, da das Geschlecht noch nicht bestimmt wurde.

Genetische Untersuchung soll Klarheit bringen

Das wird der Zoo erst später anhand einer genetischen Untersuchung aus Federn des Kleinen erkennen können. „Wir wollen auch nicht zu früh entscheiden, wie es bei unserer Pinguindame Fridolin passiert ist. Sie bekam einen männlichen Namen, jedoch stellte sich später heraus, dass sie ein Weibchen ist“, erläutert Tierpflegerin Anna Krasselt.

Das noch namenlose Tierbaby tummelt sich bereits bei seinen Artgenossen auf der Anlage.

Der Nachwuchs hat sich offensichtlich ohne Probleme in die Gruppe eingliedern können. Während das Küken in seinen ersten Lebenswochen noch fürsorglich von seinen Eltern behütet wurde, stehen diese nun beruhigt im Hintergrund und sehen zu, wie sich ihr Kleines im Wasser mit den Artgenossen vergnügt und dabei immer wagemutiger und eigenständiger wird.

Allerdings muss man ganz genau hinsehen, wenn man das Jungtier erkennen will, da es sich bereits zu einem stattlichen Exemplar entwickelt hat. „Es ist unglaublich, wie schnell so ein kleines Tier groß wird“, sagt Kerstin Haase aus der Verwaltung des Zoos.

Sauberes Wasser zum Schutz der bedrohten Tierart

Anlässlich der einjährigen Patenschaft des Wasserversorgers Nordwasser für die Humboldtpinguine besuchte Geschäftsführer Ulf Altmann seine Schützlinge, um sie zu füttern und später die Anlage mit einem großen Wasserstrahl zu taufen. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem sauberen Wasser assistieren können, um eine bedrohte Tierart zu schützen“, so Altmann. Er sei überaus stolz, dass es den 25 Vögeln so gut geht und sie fleißig zur Arterhaltung beitragen.

Hier ist tierisch was los: Eine Auswahl der schönsten Parks in Mecklenburg

Schmetterlingspark Klütz:tägl. 9.30-17.30 Uhr; Erwachsener 7,50 € (ermäßigt 6,50 €), 1. Kind 5 € 2. & 3. Kind 4 €, jedes weitere Kind 5 €, Kleinkinder frei

Tigerpark Dassow: tägl. 10-18 Uhr; Erwachsener 10 € (ermäßigt 9 €), Kind (3-14) 9 €

Tierpark Wismar: tägl. 9-18 Uhr; Erwachsener 5 € (ermäßigt 3 €), Kind (ab 3) 3 €

Zoo Schwerin:Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa+So 9-19 Uhr; Erwachsener 12,50 € (ermäßigt 6 €), Kind 6 €, Familien 30 €

Zoo Rostock: tägl. 9-18 Uhr, Erwachsener 17,50 € (ermäßigt 13,50 €), Kinder (ab 4) 10 € ( ermäßigt 6,50 €), Familien 52 €

Robben-Forschungszentrum Warnemünde: tägl. 10-15 Uhr, Erwachsener 7 € (ermäßigt 5 €), Kind (ab 4) 4 €

Wildpark Güstrow: tägl. 9-19 Uhr; Erwachsener 13 € (ermäßigt 12 €), Kind (ab 3) 8 €, Familien 38 €

Vogelpark Marlow: tägl. 10-19 Uhr; Erwachsener 14,90 € (ermäßigt 10,90 €), Kind (3-16 Jahre) 10,90 €

Wisentreservat Damerow: tägl. 10-18 Uhr; Erwachsener 4 €, Kind (bis 12) frei

Eselpark Schlage: tägl. 10-18 Uhr; Erwachsener 5 €, Kind (bis 3) 1 €; Kind (3-12) 3 €

Haustierpark Lelkendorf:tägl. 9-18 Uhr; Erwachsener 8 €, Kind (3-14) 2 €, Familien 16 €

Rodelbahn und Affenwald Malchow:tägl. 9-18 Uhr; Erwachsener 5 €, Kind (3-14) 4 €

Damit spielt Altmann darauf an, dass es mittlerweile schon ein zweites Pinguinküken auf der Anlage gibt. Der Nachwuchs vom zweiten Elternpaar, Tine und Pelle, schlüpfte gerade mal einen Monat nach dem Erstgeborenen, am 16. Juni. Noch befindet sich das zweite Küken in einer der Bruthöhlen, doch wenn man sich die Entwicklung des ersten Nachkommen anschaut, wird es sicher nicht mehr lange dauern, bis die Besucher den kleinen Zuwachs ebenfalls in der Gruppe sehen können.

Tierkinder: So süß sind Mecklenburgs Zoobabys

Den Tierpflegern sei es wichtig, die Tiere artgerecht aufzuziehen, beteuert Zoo-Kuratorin Antje Angeli. Die Zeiten, in denen die Pfleger Fotos mit den Tierbabys auf dem Arm machen konnten, sollen vorbei sein. Ebenfalls möchten sie nicht mehr mit einzelnen prominenten „Schautieren“ werben, sondern nur von den Tierarten als Ganzes reden. „Unsere Zootiere sollen in ihrem Umfeld wild bleiben, damit sie einen möglichst natürlichen Lebensraum haben“, bemerkt Angeli.

Eisbären arbeiten fleißig am Nachwuchs

Die Humboldtpinguine sind nicht die einzigen Vertreter der eisigen Lebenswelten im Rostocker Polarium: Die fast eine Million Besucher pro Jahr im laut Fachleuten besten Zoo Europas können auch die Könige der Arktis, die Eisbären, erleben.

Für die Aufzucht der weißen Riesen ist Rostock weltbekannt. Mit dem ersten Eisbärbaby Katja 1963 begann die Erfolgsgeschichte und seit 1980 führt der Zoo das internationale Zuchtbuch dieser Art. Das letzte Mal erblickte 2014 ein Eisbär das Licht der Welt im Zoo Rostock – der kleine Fiete, der aber nach Ungarn abgegeben wurde.

Bei den drei Bären, die derzeit in der Hansestadt leben, steht noch kein Nachwuchs an. Allerdings versicherte Tierpfleger Matthias Petzold, dass Männchen Akiak und die zwei Weibchen Noria und Sizzel eifrig daran arbeiten.

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Von Marie Scheibe

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