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Rostock Neben dem neuen Petritor in Rostock entsteht ein Bürogebäude
Mecklenburg Rostock Neben dem neuen Petritor in Rostock entsteht ein Bürogebäude
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17:30 16.05.2019
So soll das neue Petritor mit dreistöckigem Bürogebäude aussehen. Quelle: Quelle: gmp International GmbH
Stadtmitte

Mit dem Bau des neuen Petritores in der Rostocker Altstadt soll auch ein dreigeschossiges Bürogebäude entstehen. Anders als bisher geplant, wird es keine Wohnungen und keine Tiefgarage an dem Standort geben. Das teilten die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung (RGS) und der städtische Immobilien-Verwalter KOE am Mittwoch im Ortsbeirat Stadtmitte mit.

„Wir haben Wohnungen dort geprüft, aber der Standort ist dafür unter anderem wegen des Verkehrslärms nicht geeignet“, sagte ein Mitarbeiter. Als Nutzer der Büroräume ist die städtische Wirtschaftsfördergesellschaft Rostock Business im Gespräch.

Die Tiefgarage ist vom Tisch, weil die Zufahrt schwierig wäre. „Wir müssten eine relative lange Rampe ins Gebäude bauen. Am Ende könnten höchstens zwei bis drei Parkplätze entstehen“, so der Mitarbeiter weiter. Dafür sollen nun fünf Stellflächen außerhalb des Gebäudes geschaffen werden –auf dem derzeitigen Wendehammer, der umgestaltet wird.

Die Bauzeit beträgt rund zwei Jahre. Wann es los geht, könne aber noch nicht gesagt werden, hieß es. Der Boden muss erst noch auf Kampfmittel aus dem zweiten Weltkrieg untersucht werden. Im Ortsbeirat stieß vor allem der Wegfall der Tiefgarage auf Kritik. Aber auch zu wegfallenden Wohnungen gab es Nachfragen.

Kritik an geplanter Wohnungsgröße

An anderer Stelle in der Innenstadt soll dafür umso mehr neuer Wohnraum entstehen: Der irische Investor Randalswood plant, auf dem Parkplatz neben dem Glatten Aal ein 3-Sterne-Hotel und mindestens 156 Wohnungen zu bauen. Insgesamt sollen 100 Millionen Euro investiert werden. Randalswood will mit dem Bau beginnen, sobald die Arbeiten am Hanse-Karree abgeschlossen sind. Hier war am vergangenen Freitag Richtfest.

Ortsbeiratschef Herzog atmete nach der Vorstellung der Baupläne auf: „Mein Albtraum wäre ein sechsgeschossiges Parkhaus mit Lamellen gewesen. Ich bin total froh, dass jetzt keine Autos zu sehen sind.“ Das Grundstück soll mit vier Voll- und zwei Staffelgeschossen bebaut werden. 216 Parkplätze sind im Gebäude geplant. Im Erdgeschoss soll es auch Gewerbe geben.

Ob die Wohnungen vermietet oder verkauft werden, ist noch offen. Auf Kritik stieß, dass bisher nur wenige Wohnungen mit mehr als zwei Zimmern vorgesehen sind. Ortsbeiratsmitglied Kira Ludwig (SPD): „Ich arbeite an der Uni und viele Mitarbeiter müssen mit ihren jungen Familien ins Umland ziehen, weil es für sie keine bezahlbaren, großen Wohnungen in der Stadt gibt. Das ist ein echtes Problem.“ Die Investoren wollen die Zimmer-Anzahl der Wohnungen bei Bedarf aufstocken.

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