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Rostock Nebenbuhler-Prozess in Rostock: Anklage fordert Haftstrafe
Mecklenburg Rostock Nebenbuhler-Prozess in Rostock: Anklage fordert Haftstrafe
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16:36 03.12.2019
Prozess wegen versuchten Mordes in Rostock: Anklage fordert Haftstrafe für 22-Jährigen. Quelle: Stefan Tretropp
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Rostock

Im Rostocker Prozess um den lebensbedrohlichen Angriff eines Mannes auf einen vermeintlichen Nebenbuhler hat die Staatsanwaltschaft sechs Jahre und zwei Monate Haft gefordert. Die Anklagebehörde plädierte am Dienstag vor dem Landgericht auf versuchten Totschlag in Tateinheit mit Körperverletzung und Beleidigung. Außerdem habe er sich eines Verstoßes gegen das Waffengesetz schuldig gemacht.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat der 22 Jahre alte Angeklagte Mitte Mai in der Rostocker Wohnung seiner Freundin dem 23 Jahre alten vermeintlichen Nebenbuhler schwerste Schädel- und Hirnverletzungen zugefügt, so dass dieser wochenlang intensivmedizinisch behandelt werden musste. Wegen der Schwere der Verletzungen könne es nicht als minderschwerer Fall gewertet werden, sagte die Staatsanwältin. „Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Steuerungsfähigkeit des Angeklagten zur Tatzeit vermindert war.“

Ursprünglich wegen versuchten Mordes angeklagt

Ursprünglich lautete die Anklage auf versuchten Mord - die dafür nötigen niedrigen Beweggründe sind nach Meinung der Staatsanwaltschaft aber nicht ausreichend gegeben. Es habe zwar Eifersucht eine Rolle gespielt, aber auch Enttäuschung und Vertrauensbruch.

Zugunsten des Angeklagten wertete die Anklagebehörde, dass er ein umfassendes Geständnis abgelegt und den Anspruch des Opfers auf ein Schmerzensgeld anerkannt habe. Die Nebenklage forderte 50.000 Euro für das Opfer. Der 23-Jährige hatte berichtet, dass sein Hören durch die Gewalttat beeinträchtigt sei und er sich psychologisch behandeln lasse.

Urteil noch vor Weihnachten

Der Angeklagte soll am Tattag gewaltsam in die Wohnung der Freundin eingedrungen und sofort auf den Nebenbuhler mit Fäusten eingeschlagen haben. Dabei soll er ein Messer in der Faust gehalten haben, um die Schlagwirkung zu intensivieren. Das Opfer sei zu Boden gegangen und bewusstlos liegengeblieben. Der Angeklagte habe den am Boden Liegenden ins Gesicht und gegen den Kopf getreten.

Der Prozess wird am 11. Dezember mit den Plädoyers der Verteidigung und der Nebenklage fortgesetzt, das Urteil wird für den 19. Dezember erwartet.

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Von RND/dpa

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