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Rostock Neue Attraktionen: Das ändert sich zum Saisonstart in Karls Erlebnisdörfern
Mecklenburg Rostock Neue Attraktionen: Das ändert sich zum Saisonstart in Karls Erlebnisdörfern
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19:27 11.04.2019
Probefahrt vor Eröffnung: Karls hat eine neue Raupenbahn in Rövershagen.
Probefahrt vor Eröffnung: Karls hat eine neue Raupenbahn in Rövershagen. Quelle: Frank Söllner
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Rövershagen

Noch wird gebohrt, geschraubt, geräumt und gefegt in Karls Erdbeer-Dörfern. Endspurt in den neuen Erlebniswelten, die Karls zum großen Saisonstart am 13. April an allen Standorten eröffnen will. Die ersten echten roten Früchte sollen in 18 Tagen gepflückt werden, doch die neuen Attraktionen tragen schon den typischen Erdbeerlook.

14 Millionen Euro will Karls-Chef Robert Dahl in diesem Jahr in die Standorte Rövershagen, Zirkow auf Rügen, Koserow auf Usedom, Elstal bei Berlin und Warnstorf bei Lübeck investieren. „Sieben Millionen davon bleiben in Rövershagen“, sagt Dahl. „Dieser Standort, unsere Keimzelle, ist in den vergangenen Jahren etwas vernachlässigt worden.“ Nerven- und Gaumenkitzel bieten gleich drei neue Angebote im Erlebnisdorf Rövershagen.

Raupenachterbahn in Rövershagen

Eine kleine Raupenbahn mit sechs Erdbeer-Waggons frisst sich im moderaten Achterbahn-Modus durch eine Riesenfrucht. Schon ab zwei Jahren können Kinder in Begleitung eines Erwachsenen Fahrspaß auf dem rund 140 Meter langen Parcour erleben. „Die Bahn wird seit 1960 gebaut“, verrät Dahl, der die spezielle Karls-Kreation dann auch bei diesem traditionellen Fahrgeschäftehersteller in Italien, in der Nähe von Venedig, in Auftrag gegeben hat.

Mit mehreren Neueröffnungen locken Karls Erlebnisdörfer in MV und bei Berlin am 13. April zum großen Saisonstart. 18 Millionen Euro investiert Unternehmer Robert Dahl in diesem Jahr in die Standorte des Unternehmens.

Im Gebäude auf dem Weg zur Raupenbahn haben sich kreative Köpfe des Unternehmens ausgelebt. Die Erdbeertapete wurde selbst entwickelt, die Regale stimmig eingepasst, Kachelofen eingebaut, Erdbeerlampen mundgeblasen und sogar eine eigene „Raupenmusik“ zur Einstimmung auf die Fahrt komponiert.

Freier Fall vom Melkerturm

Gleich neben dem fliegenden Kuhstall auf dem Spielplatzgelände in Rövershagen wurde der 16 Meter hohe Melkerturm errichtet. Hier werden die Gäste in 14 Meter Höhe gezogen und „können sich dann mal fallen lassen“, schmunzelt Dahl, der diese Attraktion natürlich schon getestet und für sehr kuh(l) befunden hat.

Zur Dekoration haben sich Karls Entwickler wieder etwas Besonderes ausgedacht. „Zwei Kuhköpfe werden über den Eingängen von Kuhstall und Melkerturm hängen, die sich auf platt unterhalten“, kündigt Dahl schon mal an.

Die Fahrt mit den neuen Attraktionen kostet jeweils zwei Euro. Für Tages- (12 Euro) und Jahreskarten-Besitzer (33 Euro) ist der Fahrspaß inclusive.

Deftiges vom Tregger-Grill

Der Name des neuen Restaurants ist eine kleine Hommage an den unentbehrlichen Trecker im Landwirtschaftsbetrieb und den Burger, Karls Mecklen-Burger zum Beispiel, den es bislang nur im Erlebnisdorf Elstal zu verkosten gibt: Tregger-Grill, täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet und direkt vom Parkplatz aus begehbar.

Hier ist Inhaber Dahl besonders stolz auf die Baumaterialien. „Die haben wir aus alten Gebäuden genommen, die zum Abriss standen“, erzählt der 48-Jährige und weist auf den Holzfußboden, Balken und Wandverkleidung – alles habe alten Charme.

Ganz neu ist das Konzept, in diesem Restaurant auf Plastik zu verzichten. Getränke gibt’s aus Marmeladengläsern und Essen auf recycelbaren Tellern: Burger, auch eine Veggie-Variante, Salate, Rostbratwürste aus eigener Herstellung sowie auch Kaffee und Kuchen aus der Hofbäckerei.

180 Sitzplätze hat die rustikale Stätte und eine große Sommerterrasse. Gratis ist der Blick auf Karls neue Tier-Show im Am-Vieh-Theater, jeden Nachmittag um 17 Uhr. Außerdem können die Kids von hier aus bis Restaurantschluss auch Raupenbahn und Spielplätze nutzen.

Pfannkuchen-Schleuder in Zirkow

Eine rasante Seilbahn – die Pfannkuchen-Schleuder – ist die neue Attraktion im Erlebnisdorf Zirkow auf Rügen. In luftiger Höhe hängen die kleinen und großen Besucher unterm Pfannkuchendach und werden 150 Meter am Seil entlang befördert. Endstation ist gleich neben der Riesen-Wasserschleuder, die anschließend zum spritzigen Spaß lockt.

Ein kulinarisches Erlebnis verspricht die Einkehr in der Pfannkuchen-Schmiede gleich nebenan. Hier gibt es leckere Teigfladen für den kleinen und großen Hunger – „Lüdd middag“ oder „Fischers Fritz Deluxe“ sind nur zwei der Köstlichkeiten.

Ausguck vom Erdbär-Turm in Koserow

Gleich neben der Traktorbahn im Erlebnisdorf in Koserow ragt ein grünes Wahrzeichen in die Höhe: Der neue Erdbär-Turm, zehn Meter hoch. Der freie Fall aus familienfreundlicher Höhe ist mit diesem Fahrgeschäft möglich. Inclusive ist der wunderbare Rundumblick über die Weiten Usedoms. Dieser Hubseil-Turm ist der kleine Bruder des Melkerturms in Rövershagen, nicht so hoch und weniger Sitze. Dafür schön erdbeerig verziert.

Planschen im Sause-Land in Elstal

Eine große Wassererlebniswelt wird am Sonnabend in Karls Erlebnisdorf in Elstal bei Berlin eröffnet. Das „Sause-Land“ mit spektakulären Wasserfahrzeugen, Showbühne und „tutti-frutti“-Imbiss bietet gleich am Eröffnungstag von 11 bis 17 Uhr ein abwechslungsreiches Programm.

Der Löffel-Jet ist ein Wasserkarussell, das wie ein Löffel in einem riesigen Marmeladentopf rührt und zu einem kleinen Drehwurm führen kann. Mutige wagen sich auf den Erdbeer-Drop, wo sie in Erdbeerbooten am Seil eine acht Meter hohe Rampe hinausgezogen werden und dann, flutsch, ins Wasser rutschen. Ins Wasser geht es ab 25. Mai in der Erlebniswelt „Plansch“ mit aufblasbaren Wasserrutschen, Planschbecken, Tretbooten.

Hochregallager öffnet in zwei Wochen

In der Ideenküche von Karls wird weiter gekocht. Das Tobeland in Rövershagen soll in den nächsten Monaten erneuert und am 30. November wieder eröffnet werden. Dafür hat Dahl extra einen Designer aus Holland engagiert.

Schon in zwei Wochen wird das neue Hochregallager in Rövershagen in Betrieb genommen. „Jetzt sind unsere Waren, auch für die Standorte auswärts, in ’zig Lagerhallen verstreut untergebracht“, erzählt der Chef. Das neue Lager sei nicht nur groß, sondern modern, alles computergesteuert. „Das erleichtert enorm die Arbeitsbedingungen“, ist Dahl froh, der in seinem Unternehmen an allen Standorten inzwischen 900 Mitarbeiter sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

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Doris Deutsch