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Rostock Neue Einsatzschiffe: Bundespolizei See rüstet auf
Mecklenburg Rostock Neue Einsatzschiffe: Bundespolizei See rüstet auf
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00:58 30.04.2019
Polizeiobermeister Tobias Henning von der Bundespolizeiinspektion See Warnemünde. Quelle: Bundespolizei
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Rostock

Sie sorgen für Schutz, bekämpfen Schleuserbanden und helfen Schiffbrüchigen in Not. Die Mannschaften der Bundespolizei See sind im gesamten deutschen Küstenmeer im Einsatz. An den 760 Kilometer langen Seegrenzen in der Nord- und Ostsee liegt ihr Zuständigkeitsbereich innerhalb und außerhalb des deutschen Küstenmeeres. Um diesen Aufgaben auch in Zukunft angemessen nachgehen zu können, hat die Bundespolizei See drei neue und hochmoderne Schiffe geordert, die noch in diesem Jahr übergeben werden sollen. Auch das Personal werde deutlich aufgestockt.

Größer, schneller und moderner

„Die neuen Wasserfahrzeuge sind deutlich größer als unsere bisherigen Schiffe“, verrät Frank Lüttjohann, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion See Warnemünde, voller Vorfreude. Mit einer Länge von 86 Metern bieten sie an Bord ausreichend Platz für rund 19 Beamte. Eine weitere Besonderheit: „Zur Überwachung des Seegebietes setzen wir Hubschrauber ein. Erstmals wird es möglich sein, dass diese auf den Schiffen landen können“, erklärt Lüttjohann. Bislang gebe es lediglich eine Fläche zum Abseilen von Personen.

Für den Streifendienst auf hoher See stehen der Bundespolizei aktuell sechs Einsatzschiffe und fünf Kontroll- und Streifenboote zur Verfügung. In der Hansestadt Rostock ist ein 66 Meter langes Schiff stationiert. Das dazugehörige Kontrollboot ist 7,60 Meter lang. „Damit fahren die Beamten zu den anderen Schiffen raus, um beispielsweise Passkontrollen vorzunehmen“, sagt der Pressesprecher. „Die neuen Schiffe sind mit modernster Technik ausgestattet, was die Arbeit der Polizei erleichtern wird. Wir freuen uns schon sehr auf die Übergabe.“ Wann die „Bamberg“ – so wird das Schiff am Standort Hohe Düne heißen - einsatzbereit sein wird, steht noch nicht fest. Noch in diesem Jahr soll sie fertiggestellt werden und in der Hansestadt einlaufen.

Mehr als 12 000 junge Polizisten gesucht

Neben der Modernisierung der Flotte steht die Bundespolizei See vor einer weiteren Herausforderung. „Die Suche nach Nachwuchs ist bei uns ein riesen Thema. In den kommenden Jahren haben wir einen enormen Bedarf an Polizeianwärtern“, bestätigt Lüttjohann. Insgesamt 12 500 neue Planstellen und Stellen seien bis zum Ende dieser Legislaturperiode vorgesehen. Hinzu kämen weitere 5 000 Neueinstellungen, um die ruhestandsbedingten Abgänge zu kompensieren. „Bis 2021 stellen wir damit 17 500 junge Frauen und Männer ein“, so der Pressesprecher weiter.

„Der Beruf macht Spaß. Man sollte aber hart im Nehmen sein. Wir sind nicht nur als Grenzpolizei tätig. Wir müssen viele unterschiedliche Aufgaben bewältigen“, berichtet der Beamte. „In erster Linie sind sie Polizisten, doch gleichzeitig müssen sie die Rolle eines Schiffsführers, eines Maschinisten, eines Ermittlungsbeamten und des Feuerwehrmannes einnehmen.“ Dabei können zwei Laufbahnen eingeschlagen werden – der mittlere Polizeivollzugsdienst und der gehobene Dienst. Die Ausbildung dauert zweieinhalb bis drei Jahre.

Grenzbewachung, Umweltschutz und Hilfeleistung auf See

Zu den Aufgaben der Bundespolizisten gehört neben der Überwachung des grenzüberschreitenden Verkehrs auf See auch die Ermittlung bei Straftaten mit grenzpolizeilichem und maritimen Hintergrund. Als Schifffahrtspolizei kontrollieren die Beamten den Seeverkehr außerhalb der deutschen Hoheitsgewässer und ermittelt unter anderem bei Verstößen gegen Umweltschutzbestimmungen. „Alleine in der Ostsee werden jährlich bis zu 40 Verstöße in diesem Bereich gemeldet. Das Einleiten von Substanzen ist hier strengstens verboten“, erklärt Lüttjohann.

Die Fischereiüberwachung bezüglich der Fangquoten und die Kontrolle von Unterwasserarbeiten, den Meeresbergbau und Forschungshandlungen im Bereich des deutschen Festlandsockels auf See werden ebenfalls als übertragene Aufgaben wahrgenommen. Zudem sind die Polizeivollzugsbeamten für Notsituationen auf See speziell in Erster Hilfe, Brandbekämpfung und Leckabwehr ausgebildet.

Bundespolizeiinspektion See

Die Bundespolizei ist im gesamten deutschen Küstenmeer im Einsatz. An den 760 Kilometer langen Seegrenzen in der Nord-und Ostsee umfasst ihr Zuständigkeitsbereich zwölf Seemeilen auf das offene Meer hinaus und 50 Kilometer ins Landesinnere.

11 763 Quadratkilometer beträgt die Fläche des Einsatzgebietes der Bundespolizeiinspektion See Warnemünde.

159 Polizisten sind am Standort Hohe Düne tätig. Sie sind für den grenzpolizeilichen Schutz des deutschen Staatsgebietes zuständig. Hierzu gehören die Verhinderung der unerlaubten Einreise und die Bekämpfung der Schleusungskriminalität auf See.

Für den Seestreifendienst stehen den Seeinspektionen Warnemünde, Neustadt in Holstein und Cuxhaven insgesamt sechs Schiffe und fünf Kontroll- und Streifenboote zur Verfügung.

In diesem Jahr wird die Bundespolizei See mit drei neuen 86-Meter-Schiffen ausgestattet. 19 Polizisten sind jeweils mit an Bord.

Susanne Gidzinski

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