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Rostock Neue Promenade in Warnemünde: Arbeiten an Sturmflutschutzwand beendet
Mecklenburg Rostock

Neue Promenade in Warnemünde: Arbeiten an Sturmflutschutzwand beendet

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17:53 27.02.2020
Bausenator Holger Matthäus, Landesamtsleiterin Ines Liefke, Chris Müller-von Wrycz Rekowski und Kai Wieben vom Bauunternehmen Claus Wieben GmbH zeigen: Warnemünde ist künftig für Hochwasser bis 2,5 Meter über NN gewappnet. Quelle: Moritz Naumann
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Warnemünde

Am Donnerstag wurde die Promenade entlang der neuen Sturmschutzflutwand am Alten Strom offiziell freigegeben. Im Auftrag des staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt wurde 26 Monate an dem Bauwerk, dass künftig Pegelständen von bis zu 2,5 Meter über Normalhöhennull (NHN) standhalten soll, gearbeitet.

„Mit der Ringeindeichung von Markgrafenheide, Hohe Düne und nun Warnemünde steht der Sturmflutschutz für die gefährdetsten Ortsteile Rostock vor dem Abschluss. Die Eindeichung Warnemündes muss abschließend über den Laakbereich südlich der Werft noch vervollständigt werden“, sagt Bausenator Holger Matthäus im Rahmen der Verkehrsfreigabe des neuen Bauwerks.

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Warnemünde: Bedroht von zwei Seiten

Warnemünde sei ein sensibler Bereich, der sowohl durch die Ostsee als auch durch die Warnow von Hochwasser bedroht werde, sagte Ines Liefken, Leiterin des Amtes für Landwirtschaft und Umwelt im Rahmen der Promenadenfreigabe. Deshalb sei es notwendig gewesen ein neues und auch festes System zu installieren. Der neue Weg entlang des Alten Stroms biete darüber hinaus einen neuen touristischen Anziehungspunkt für das Seebad.

Insgesamt hat das Bauwerk etwa 9,2 Millionen Euro gekostet und verfügt über vier schnell verschließbare Durchgänge, die im Falle einer Sturmflutvorhersage mit Dammbalken von der Betriebsfeuerwehr Warnemünde verschlossen werden können.

Bedrohung durch den Klimawandel

Bei der Planung des Bauwerkes habe man auch die Bedrohung durch den Klimawandel in den kommenden Jahren beachtet. „Da der Klimawandel augenscheinlich schneller und gravierender eintritt als prognostiziert, sind solche und andere geeignete Maßnahmen auch zügiger umzusetzen“, sagt Matthäus. Abschließend müsse man noch die Rostocker Altstadt im Zuge der Buga vor zukünftigen Hochwasser-Szenarien schützen.

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Von Moritz Naumann