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Rostock Neue Station liefert Daten zu Schiffsabgasen
Mecklenburg Rostock Neue Station liefert Daten zu Schiffsabgasen
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06:19 21.04.2015
Eine Stena-Line-Fähre zieht an den Heringsanglern am Warnemünder Seekanal vorbei.
Eine Stena-Line-Fähre zieht an den Heringsanglern am Warnemünder Seekanal vorbei. Quelle: Sternberg
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Rostock

Am 5. Mai beginnt die Kreuzfahrtsaison für Warnemünde mit einem Doppelanlauf. Etliche Anwohner sehen die kommende Saison kritisch, denn sie sind überzeugt, dass die Abgas-Grenzwerte im Ostseebad überschritten werden. Um es ganau zu wissen, hat das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (Lung) einen zweiten Messcontainer zur Warnemünder Luftüberwachung angeschlossen. Seine Daten sind ab kommender Woche online abrufbar. Aber schon die ersten Messergebnisse zeigten, so das Landesamt, dass alle Daten bisher im grünen Bereich liegen. Die Grenzwerte würden nicht annähernd erreicht. Zwar könne man erst nach Abschluss der Kreuzfahrtsaison sagen, ob das so fürs ganze Jahr gelte, doch der hohe Schiffsverkehr von und zum Seehafen sei ohnehin das ganze Jahr über konstant.

Das Sorgenkind in Rostock sei vielmehr der Autoverkehr, denn Am Strande werden die Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid mehrmals im Jahr überschritten.

Der neue Messcontainer steht bei der Verkehrszentrale in Hohe Düne und liefert drei Jahre lang Daten im Dauerbetrieb. Für die entgegengesetzte Windrichtung steht der andere Messcontainer in der Richard-Wagner-Straße in Warnemünde. Rund 100 000 Euro kostet so eine Station.



Thomas Sternberg