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Rostock Neuer Kreisverkehr macht Reutershagen leiser
Mecklenburg Rostock Neuer Kreisverkehr macht Reutershagen leiser
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17:30 18.12.2018
An der Kreuzung Goerdelerstraße / von-Hutten-Straße plant die Hansestadt Rostock ab 2019 den Bau eines Kreisverkehrs. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Weniger Lärm, ein besserer Verkehrsfluss und geringere (jährliche) Kosten: Die Hansestadt will eine der meist befahrenen Kreuzungen in der Hansestadt umbauen. Ab 2019 sollen an der Ecke Goerdeler- / Ulrich-von-Hutten- und Walter-Stoecker-Straße die Bagger rollen. „Wir planen dort einen der größten Kreisverkehr Rostocks“, sagt Ralf Petruschka, Projektleiter im Amt für Verkehrsanlagen. Ein anderes großes Bauvorhaben im Viertel ist indes bereits fertig: Ein halbes Jahr früher als geplant wird der neue Markt in Reutershagen übergeben.

Ampeln bremsen Verkehr aus

Knapp eine Million Euro will die Hansestadt für den neuen Kreisverkehr im Herzen Reutershagens ausgeben. Gut angelegtes Geld, sagt Petruschka – und zwar gleich aus mehreren Gründen: „2014 haben wir die Verkehrssituation an der Kreuzung untersucht. Ergebnis war, dass Ampeln nicht ideal sind für diesen Bereich.“ Im Klartext: Die Ampeln an der Stelle behindern den Verkehr, ein Kreisel macht den Verkehrsfluss schneller und effektiver. Davon sollen vor allem auch die direkten Anwohner der Kreuzung profitieren – weil es leiser wird im Viertel: „Bisher stehen die Autos allzu oft an der Kreuzung. Das ist ein Problem. Denn vor allem beim Anfahren erzeugen die Fahrzeuge viel Lärm“, so Petruschka. Die Ulrich-von-Hutten-Straße zähle derzeit unter anderem auch deshalb zu den „auffälligen“ Straßen im Lärmaktionsplan der Hansestadt. „Wir senken die durchschnittliche Lärmbelastung um vier Dezibel.“

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Und noch ein Grund spricht für den Umbau: Die Ampeln kosten Geld – Wartung, Unterhalt, Strom. Um die 10 000 Euro zahlt die Stadt nach OZ-Informationen allein für die Lichtzeichen an der Reutershäger Kreuzung. „Dieses Geld können wir uns sparen“, sagt Petruschka. Mit 40 Metern Durchmesser soll der Kreisverkehr übrigens groß genug auch für die Busse der Rostocker Straßenbahn AG und den Lieferverkehr zur Reuterpassage sein.

Rad-Autobahn zum Markt

Die Planungen für den neuen Kreisverkehr hat das Rostocker Büro Inros Lackner SE übernommen. „Während der Bauarbeiten verlegen wir unter der Kreuzung auch Leerrohre – für Wasser und Elektroleitungen. Falls in den kommenden Jahren am Netz etwas gebaut werden muss, gibt es die Leitungen bereits und wir müssen den Kreisel nicht aufreißen“, so Projektleiter Petruschka. Das Grünamt arbeite derzeit noch an einem Konzept für die Gestaltung des Kreisverkehrs: „Ob dort Bäume gepflanzt werden oder Blumen, ob da ein Kunstwerk errichtet wird – das ist noch offen.“

Fest steht hingegen: Auch an der von-Hutten-Straße wird die Stadt zwischen Juni 2019 und Mitte 2020 bauen. Die bisher zweispurige Straße soll einspurig werden. „Wir schaffen Platz für die vielen Radfahrer, die zwischen Reutershagen und der Innenstadt unterwegs sind“, so Petruschka. Bisher müssen sich Radler und Fußgänger einen Weg teilen, künftig sollen die Radfahrer auf einer neuen, zweieinhalb Meter breiten „Zweirad-Schnellstraße“ zwischen Markt Reutershagen und Innsbrucker Straße unterwegs sein können. „Wir brauchen in dem Abschnitt keine vier Spuren für Autos – aber wir brauchen Platz für Radfahrer“, sagt der Projektleiter.

Markt ist schneller fertig

Gute Nachrichten gibt es von der anderen Großbaustelle in Reutershagen: Der neue Markt ist fertig. „Ursprünglich war die Fertigstellung erst für Mai 2019 geplant. Aber die Firma Groth und ihre Mitarbeiter haben einen ordentlichen Schlag reingehauen“, sagt Petruschka. Dass ein öffentliches Bauvorhaben früher fertig wird – das sei eher eine Seltenheit. In der vergangenen Woche wurden die Bäume gepflanzt und die Sitzbänke aufgebaut. „Jetzt haben wir endlich Ordnung in dem Bereich: Die Menschen und auch die Markthändler haben ihren Bereich, sind von den Bussen und dem Verkehr getrennt.“

Andreas Meyer

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