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Rostock Neuer Radweg in Dierkow ist freigegeben
Mecklenburg Rostock Neuer Radweg in Dierkow ist freigegeben
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17:46 29.06.2018
Lutz Martens vom Amt für Verkehrsanlagen (v. l.), Ortsbeirats-Chef Martin Lau, Umweltsenator Holger Matthäus, Ortsbeiratsmitglied Hans Bolzmann, Ortsamtsleiter Wolfgang Westphal und Bauleiter Marvin Dahms geben den neuen Radweg frei, der den Kurt-Schumacher-Ring mit dem Dierkower Kreuz verbindet. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Es gibt eine neue Fahrradstraße in Dierkow und damit wurde endlich eine gefährliche Lücke geschlossen. Etwa ein Jahr wurde an dem Weg entlang der Hinrichsdorfer Straße – zwischen Gutenbergstraße und Kurt-Schuhmacher- Ring – gebaut. „Wie lange haben wir gekämpft, jetzt ist es endlich durch“, sagt Holger Matthäus (Grüne), Bausenator der Stadt Rostock, bei der feierlichen Eröffnung am Freitag.Mit der Straße sei ein Missstand behoben worden. „Die Situation war kreuzgefährlich“, sagt Matthäus. Viele Radfahrer hätten den Gehweg genutzt, nur um nicht auf der viel befahrenen Hinrichsdorfer Straße fahren zu müssen.

Rund eine Millionen Euro haben die Arbeiten gekostet. Im Zuge der Bauarbeiten wurde auch die Ampelanlage der Kreuzung erneuert, der Bereich barrierefrei gestaltet und der Weg mit LED beleuchtet. Der Senator dankt auch der Strabag AG, die den Bau übernommen hat. „Einen Radweg durch die Prärie zu bauen, ist auch eine Leistung“, betont der Senator.

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Und der neue Weg habe eine besondere Bedeutung, ergänzt Matthäus. Denn er verbinde nun die Innenstadt mit der Rostocker Heide. „Wir optimieren mit dem Radverkehrsabschnitt weiter die Stadt-Umland-Beziehungen im alltäglichen umweltfreundlichen Pendelverkehr und im touristischen Bereich.“ Nun komme man mit Kindern sicher und barrierefrei vom Stadthafen bis nach Graal-Müritz. „Der Weg ist für mehrere Tausend Radfahrer am Tag ausgelegt.“ Der Kommunalpolitiker schätzt jedoch, dass derzeit an Spitzentagen rund 1000 Radler den Weg nutzen würden.

„Wir finden, dass der Radweg eine hervorragende Sache ist. Es ist eine Verbesserung für die Anwohner und eine schöne Strecke“, sagt auch Hans Bolzmann (SPD) vom Ortsbeirat Dierkow Ost/West. Ein Problem sehen die Dierkower jedoch noch in der Beschilderung. Denn momentan ist kaum ersichtlich, wie man als Radfahrer vom neuen Weg die Kreuzung an der Gutenbergstraße Richtung Dierkower Damm überquert. Der Weg von der Idee bis zur Umsetzung sei laut Matthäus ein Kampf gewesen. „Die Unternehmung ist regelmäßig hinten runter gefallen.“ Außerdem habe die Haushaltssicherung und die Beantragung von Fördermitteln viel Zeit beansprucht. „Wir wollen demnächst noch einmal reden. Es kann nicht sein, dass solche Anträge eineinhalb Jahre geprüft werden.“ Das müsse schneller gehen.

„In der Kommunalpolitik braucht man häufig einen langen Atem“, ergänzt Martin Lau (CDU), Leiter des Ortsbeirats Dierkow Neu. Doch er ist zufrieden: „Das Dierkower Kreuz ist ein wichtiger Verkehrs-Knotenpunkt im Nordosten, jetzt ist auch die Radinfrastruktur auf dem richtigen Stand. Eine ideale Ergänzung für alle, die lieber selbst in die Pedale treten“, betont der Dierkower.

Hegermann Johanna