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Rostock Neues Konzept: Therapieberufe im Dual-Studium erlernen
Mecklenburg Rostock Neues Konzept: Therapieberufe im Dual-Studium erlernen
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00:15 23.05.2018
Im Beratungsgespräch: Katja Welkener (r.) beantwortet Anne Mevert alle Fragen rund um das duale Studienkonzept der EUFH. Quelle: Foto: Pauline Rabe
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Rostock

Die Zukunft nach ihrem Abschluss bereitet Logopädie-Studentin Anne Mevert keine Sorgen mehr. „Auch wenn Staatsexamen und Bachelorarbeit noch vor mir liegen, weiß ich schon jetzt, in welcher Praxis ich danach anfangen werde zu arbeiten“, erzählt die 22-Jährige glücklich. Möglich ist dies durch das kürzlich gestartete duale Studienkonzept der Europäischen Fachhochschule (EUFH), bei dem Partnerschaften zwischen Unternehmen und Studierenden im Therapiebereich gebildet werden.

„Dual zu studieren birgt viele Vorteile“, erzählt Katja Welkener, Referentin für Unternehmenskooperation an der EUFH. Ein hoher Praxisanteil, finanzielle Unterstützung und direkt in ein festes Arbeitsverhältnis zu starten seien nur einige Beispiele. „Leider wird das Konzept aber häufig nur mit betriebswirtschaftlichen Studiengängen in Verbindung gebracht.“ So ist das Angebot für Therapieberufe an der EUFH eines der ersten seiner Art. Ab sofort können sich alle Studierende der Hochschule ab dem dritten Semester durch ein Unternehmen voll- oder teilfinanzieren lassen. Im Gegensatz dafür absolvieren diese ihre Praxisphasen und eine gewisse Arbeitsdauer nach dem Studium dort.

Der Anstoß für das Konzept kam von den Unternehmen selbst. „Seit Jahren steuern die Therapieberufe auf einen Fachkräftemangel zu“, sagt Welkener. Während die Zahl der älteren und chronisch kranken Patienten aufgrund demografischer Entwicklungen in Deutschland zunimmt, fehlt es gleichzeitig an Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten. „Da stellt sich zurecht die Frage: Wie können wir diesen Entwicklungen entgegen wirken?“ Die Antwort liege im dualen Konzept. „Mit unserem Modell fanden wir auf beiden Seiten direkt Unterstützung.“ Innerhalb kürzester Zeit fanden sich interessierte Unternehmen in ganz Norddeutschland.

Für Anne Mevert wird es im kommenden Jahr nach Itzehoe gehen, zurück in die Nähe ihres Heimatortes Münsterdorf. „Ich wollte unbedingt zu meiner Familie und meinen Freunden zurück“, begründet die 22-Jährige ihre Entscheidung. Doch nicht immer werden sich Unternehmen und Studierende so reibungslos finden. „Wir hätten zwar rein theoretisch für jeden einen Platz, jedoch möchten wir auch, dass beide Seiten gut zueinander passen“, erklärt Welkener.

Damit biete die Fachhochschule einen besonderen Service. Im Normalfall müssten Studierende sich selbst für Partnerunternehmen engagieren. „Wir hingegen treffen eine passende Auswahl.“ Gerade im Gesundheitsbereich sei es unerlässlich im Vorhinein zu schauen, wo der angehende Therapeut später überhaupt hinwolle. Möchte er mit Kindern oder Menschen mit Behinderung arbeiten? Bevorzugt er ein kleines Team? „Erst wenn diese Fragen geklärt sind, kann eine erfolgreiche Kooperation gestartet werden.“

Der Mehrwert für die Praxen liege darin, dass die Studierenden der Europäischen Fachhochschule aktuelle Wissenschaftsdiskurse in ihre Arbeit mit einbringen.

Für die Studierenden sei insbesondere die finanzielle Unterstützung durch Übernahme der Studiengebühren eine wesentliche Entlastung. „Darüber hinaus ist auch die Praxisvertiefung nicht zu vernachlässigen“, ergänzt Marketing-Referentin Britta Malmström. Nicht nur das Studium sei dadurch lebendiger, auch erhalten die Studierenden einen Wettbewerbsvorteil. „Ich bin etwas traurig, dass ich nicht früher schon in den Genuss dieses Angebots gekommen bin“, sagt Anne Mevert. Gleichzeitig freue sie sich aber für nachfolgende Studiengenerationen.

Verbindung von Lehrqualität mit individuellem Praxisbezug

2 Semester dauert es, bevor die Studierenden eine Kooperation mit einem Unternehmen eingehen können. Das Matching beider Seiten übernimmt die Europäische Fachhochschule (EUFH).

3 Therapieberufe können am Rostocker Standort in der Werftstraße 5 studiert werden. Mit den Angeboten Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie besitzt die Hochschule ein Alleinstellungsmerkmal in Mecklenburg-Vorpommern.

400 Studierende sind derzeit rund eingeschrieben. Weitere Informationen gibt es unter: https://www.eufh.de/

Pauline Rabe

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