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Rostock Nordwasser-Chef wechselt nach Sachsen
Mecklenburg Rostock Nordwasser-Chef wechselt nach Sachsen
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18:15 29.08.2018
Kurzes Gastspiel in Rostock: Nach nur einem Jahr in Rostock verlässt Wolf-Thomas Hendrich den Versorger Nordwasser. Quelle: Alexander Rudolph
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Rostock

Erst vor gut sechs Wochen hat das neue, kommunale Unternehmen Nordwasser die Wasserversorgung in Rostock und 28 Umlandgemeinden übernommen. Doch nun muss sich das Unternehmen bereits einen neuen Chef suchen: Wolf-Thomas Hendrich, der technische Geschäftsführer des Unternehmens, wird zum 1. Januar zurück in seine sächsische Heimat wechseln. Er wird dort Chef der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda. Hendrich hatte sein Amt in Rostock erst am 1. Januar angetreten – zusammen mit der kaufmännischen Nordwasser-Chefin Michaela Link.Am Dienstag hatte der Stadtrat von Hoyerswerda die Personalie offiziell abgesegnet. „Mein Wechsel hat ausschließlich private Gründe“, sagte Hendrich der OZ. Seine Frau und seine drei Kinder würden nach wie vor in Sachsen leben. „Meine Frau hat jüngst eine neue Aufgabe im Sozialministerium des Landes Sachsen übernommen. Auch meine Kinder sind dort verwurzelt und wollen gerne im Süden bleiben.“ Hendrich: „Ich nehme für mich in Anspruch, Familie und Beruf unter einen Hut bringen zu wollen. Eine Fernbeziehung macht auf Dauer nicht glücklich.“ Er habe gerne in Rostock gearbeitet: „Der Wechsel von Eurawasser zu Nordwasser war für uns alle spannend. Ich bin froh, dass wir das mit unseren engagierten Mitarbeitern so reibungslos hinbekommen haben.“ Nordwasser gehört zur städtischen Beteiligungsholding RVV. Oliver Brünnich, Vorstand der Stadtwerke und Chef der RVV, bedauert Hendrichs Abschied: „Aber wir können seine Gründe natürlich alle nachvollziehen.“ Die Zeit bis Jahresende wolle die RVV nutzen, um einen neuen technischen Chef für Nordwasser zu suchen. „Wir brauchen jemanden, mit ausgesprochener technische Expertise. Rostock und das Umland wachsen, auf Nordwasser kommen große Aufgaben zu.“ Ein Geschäftsführer sei für den Versorger nicht ausreichend: „Dafür ist das Unternehmen und die Aufgabe zu groß“, so Brünnich.

Andreas Meyer