Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rostock 100 Teilnehmer bei rechter Demo in Rostock – 200 Gegendemonstranten
Mecklenburg Rostock 100 Teilnehmer bei rechter Demo in Rostock – 200 Gegendemonstranten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:05 22.02.2019
Etwa 70 Teilnehmern zogen mit einem Banner am Freitagabend durch Rostock-Groß Klein. Quelle: André Wornowski
Rostock-Groß Klein

Im zweiten Versuch hat es geklappt: Die rechtsgerichtete Initiative „Vereint für Stralsund“ darf am Freitagabend in Groß Klein eine Kundgebung unter dem Motto „Heimatliebe ist keine Verbrechen“ abhalten. Zuvor war eine Demonstration des Bündnisses „Vereint für Rostock“ verboten worden. Grund: Die Anmelder sollen vorbestraft gewesen sein.

200 Gegendemonstranten in Rostock

Wie die Polizei mitteilt, seien für die genehmigte Versammlung einige Auflagen zu erfüllen. So muss sich die Initiative „Vereint für Stralsund“ mit einer Kundgebung auf der Fläche an der Ecke Albrecht-Tischbeinstraße/Kleiner Warnowdamm begnügen. Ursprünglich wollte das Bündnis unter anderem entlang der Straßen Zum Laakkanal, Werftallee, Schiffbauer-, Blockmacher- und Gerüstbauerring marschieren. Das soll aber nicht erlaubt worden sein. Der vorgegebene Zeitrahmen für die Veranstaltung ist 19 bis 24 Uhr.

Angemeldet worden sind 100 Teilnehmer – doppelt so viele wie beim ersten Versuch durch die Initiative „Vereint für Rostock“. Laut Polizei waren rund 70 Teilnehmer dann am Freitagabend zum Start der Kundgebung vor Ort. 140 Polizisten waren im Einsatz – und rund 200 Gegendemonstranten versammelten sich für ihre Kundgebung am Supermarkt an der Tischbeinstraße. Um kurz vor 20 Uhr erklang die deutsche Nationalhymne bei den inzwischen etwa 100 rechten Demonstranten.

Einer der Gegendemonstranten soll einem Polizisten mit einem Regenschirm ins Gesicht geschlagen haben. Daraufhin setzen die Beamten einen Gegendemonstranten fest. Etwas später beruhigte sich die Lage wieder. Um kurz vor 21 Uhr wurden die Demonstranten von der Polizei beim Abzug begleitet.

Drei Ermittlungsverfahren eingeleitet

Die Bündnisse „Groß Klein für alle“ und „Bunt statt braun“ hatten bereits vorher Gegenveranstaltungen angekündigt. Bereits um 16 Uhr startete eine „Winteraktion für solidarische Nachbarschaft“ am Blockmacherring. Um 17.30 Uhr startete dann eine interreligiöse Andacht in der Ufergemeinde Brücke.

Konsequenzen der Kundgebungen: Die Polizei hat gegen den festgesetzten Gegendemonstranten ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Gegen zwei Demonstranten wird ermittelt, weil sie einen Hitlergruß zeigten.

André Wornowski

Zwei siebte Klassen aus MV wollen die „Beste Klasse Deutschlands“ werden. Die Mädchen und Jungen der 7A des Gymnasiums Fridericianum in Schwerin und die 7C von der CJD Christopherusschule in Rostock haben es in die neue Auflage des Quiz-Wettbewerbs des ZDF-Kindersenders Kika geschafft.

22.02.2019

Die Antenne-MV-Moderatorin hat in der Hauptstadt einen neuen Job angenommen. Dort wird sie zukünftig eine Morgenshow moderieren. Ihrer Heimat an der Ostsee bleibt sie trotzdem treu.

22.02.2019

Jetzt packen auch die Stralsunder beim Bau der Mega-Kreuzfahrtschiffe der MV Werften mit an. Noch im ersten Halbjahr sollen die Schiffbauer vom Strelasund Stahlbauarbeiten für die „Global 2“ übernehmen.

22.02.2019