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Rostock OB-Kandidaten wollen schnelles Internet für alle
Mecklenburg Rostock OB-Kandidaten wollen schnelles Internet für alle
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18:01 03.01.2019
An 14 Hot Spots in der Innenstadt gibt es bereits W-Lan, worüber sich Katrin Winkler freut. Bis Mitte des Jahres könnte es flächendeckend empfangbar sein. Quelle: OVE ARSCHOLL
Rostock

Rostock hat im Vergleich zu vielen Regionen im Umland eine gute Internetanbindung. Doch beim öffentlichen W-Lan und in einigen Gewerbegebieten hapert es doch noch gewaltig. Das soll 2019 immerhin ein Stück weit besser werden. Wie der weitere Ausbau ablaufen soll, darüber sind sich jedoch die Oberbürgermeisterkandidaten uneins.

Finanzsenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD) bewertet die aktuelle Situation für die Rostocker Bürger überwiegend positiv: „Die Privatkundenversorgung in der Hansestadt ist in Ordnung, wir haben meist Anschlüsse mit 100 bis 200 Megabit pro Sekunde.“ Lediglich an den Stadträndern, wie in der Rostocker Heide oder in Diedrichshagen, gebe es noch Probleme. Für künftige Neubaugebiete sei vorgesehen, immer schon ein Leerrohr zu verlegen, damit die dort entstehenden Häuser gleich angeschlossen werden können.

Anders sei es mit der Versorgung der Gewerbegebiete mit schnellem Internet, so der Senator: „Laut einer Umfrage haben nur sieben Prozent der Unternehmen mehr als 100 Mb, ein Drittel hat weniger als 30.“ Andererseits seien die meisten Unternehmen noch zufrieden mit ihrer Leitung. „Und 70 Prozent wollen nicht mehr als 100 Euro im Monat fürs Internet ausgeben.“

Unternehmen sehen einen wachsenden Bedarf

Über diese Zahlen wundert sich Claus Ruhe Madsen, Präsident der Industrie- und Handelskammer und OB-Kandidat mit Rückendeckung von CDU und FDP: „Ich warne davor, das Thema auf die leichte Schulter zu nehmen.“ Gerade mit Blick auf die Aussagen zum Preis meint Madsen: „Ich frage mich, wer an dieser Umfrage teilgenommen hat. Ich zahle für mein Möbelhaus in Schutow monatlich mehr als 600 Euro für eine 20 Mbit-Leitung. In anderen Regionen würde es nur ein Bruchteil davon kosten.“ Er habe in Schutow nur einen einzigen Anbieter gehabt – und das auch nur, weil das benachbarte Unternehmen einen Anschluss bestellt hatte. „Je nach Standort kann man einfach Pech haben“, so der IHK-Chef.

Die Wirtschaftsfördergesellschaft Rostock Business hatte im Frühjahr 2018 eine Bedarfsanalyse zu Glaserfaseranschlüssen in Rostocker Gewerbegebieten in Auftrag gegeben. Damit sollte einerseits die Stadt auf mögliche Defizite aufmerksam gemacht, und andererseits die Unternehmen für die Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung und Industrie 4.0 sensibilisiert werden. „Als Ergebnis dieser Studie konnte festgehalten werden, dass ein Großteil der befragten Unternehmen in den kommenden Jahren von einem wachsenden Bedarf ausgeht“, sagt Rostock-Business-Chef Christian Weiß. „Vor allem im Bereich von IT-Unternehmen beziehungsweise bei Firmen, die mit entsprechend großen Datenmengen oder sensiblen Daten wie in der Biotechnologie oder Medizintechnik arbeiten, kann dieser Punkt ein wesentlicher Bestandteil für eine Standortentscheidung darstellen.“ Bisher konnten aber alle Anfragen in diesen Bereichen abgedeckt werden, betont Weiß. „Grundsätzlich sind Rostocker Gewerbegebiete relativ gut beziehungsweise ausreichend versorgt.“

Stadtwerke schließt Gewerbegebiete an

Um die noch bestehenden Lücken zu schließen, haben die Stadtwerke im Sommer 2018 die ersten Gewerbekunden in Warnemünde mit eigener Glasfaserinfrastruktur angeschlossen. „Aktuell erfolgt die Glasfasererschließung in dem Gebiet um die ehemalige Neptun Werft. Weitere Gewerbegebiete werden in diesem Jahr folgen“, sagt Stadtwerke-Chef Oliver Brünnich. Vorgesehen seien etwa Anschlüsse im Fischereihafen und in Marienehe. Mit der Brinckmannshöhe werde auch ein erstes Neubaugebiet versorgt.

Finanzsenator Müller-von Wrycz Rekowski will auch das frei zugängliche W-Lan in der Hansestadt weiter ausbauen. „Ich hoffe, dass wir bis Mitte des Jahres die Innenstadt vom Neuen Markt bis zum Kröpeliner Tor und das Zentrum von Warnemünde abdecken können.“ Langfristig müsse man sich auch über W-Lan in allen Bussen und Bahnen sowie an anderen Orten, wo sich viele Menschen aufhalten, Gedanken machen – etwa im Zoo, im Seehafen oder am Volkstheater. Und: „Die Stadt braucht einen Koordinator für Breitbandausbau, wie ihn die Landkreise bereits haben.“ IHK-Chef Madsen will W-Lan auch in allen Ortsteil-Zentren und am Strand anbieten. Dies sei ohne großen Aufwand möglich: „Wenn wir als moderne Stadt angesehen werden wollen, brauchen wir auch das schnellste verfügbare Internet zu einem fairen Preis.“

Axel Büssem

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