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Rostock OZ-Newsroom-Konzert: So klingen „Artur und Band“ aus Greifswald
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OZ-Newsroom-Konzert: So klingt „Artur und Band“ aus Greifswald

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13:35 12.05.2020
Artur und Band spielt am Mittwoch beim Newsroom-Konzert. Artur Apinyan schreibt die Songs. Quelle: Wally Pruß
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Greifswald/Rostock

„Wenn man eine Idee hat, sollte man nicht immer so viel schwafeln, sondern es einfach machen und dabei Erfahrungen sammeln“, das ist ein Motto von Artur Apinyan, Sänger und Pianist der Greifswalder Band „Artur und Band“. Der Singer-Songwriter wird beim achten OZ-Newsroom-Konzert gemeinsam mit seinem Schlagzeuger Christian Winter auftreten.

2012 hat ApinyanArtur und Band“ in Greifswald gegründet. Während die Musiker der Band wechseln, bleibt der Sänger und Pianist die Konstante und schreibt die Musik. Die Inspiration für seine Songs holt Apinyan aus seiner Geschichte: „Ich habe eine tolle Kindheit genossen seitens meiner Eltern und trotzdem gab es innerhalb der Familie viele Aufs und Abs und das hat mich sehr geerdet. Das Gefühl, bodenständig zu bleiben und zu gucken, worauf es wirklich ankommt, inspiriert mich.“

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„Ich wusste nicht mal wie ein Klavier aussieht“

Im Jahr 1991, als Artur Apinyan gerade drei Jahre alt war, ist seine Familie von Armenien nach Deutschland gegangen. „Drei Jahre nach dem schweren Erdbeben 1988 wollten unsere Eltern für uns drei Kinder eine gute Umgebung. Wir sind in Mecklenburg-Vorpommern gelandet. Ich bin in einem Dorf bei Demmin aufgewachsen und zur Schule gegangen“, erzählt der 31-Jährige.

Mit fünf Jahren hat er angefangen, Klavier zu spielen. Doch eigentlich nicht für sich, sondern für seine Mutter: „Eines Tages saß meine Mama weinend in der Ecke, weil mein Bruder mit dem Klavierunterricht aufhören wollte. Da dachte ich, dann spiele ich halt. Obwohl ich damals nicht mal wusste, wie ein Klavier aussieht.“ Vor seinem ersten Unterricht sei er sehr aufgeregt gewesen, weil er nicht abschätzen konnte, was kommt. Irgendwann kam Apinyan auf das Musikgymnasium, hat dort Klavierunterricht bekommen und begann, seine ersten Lieder zu schreiben.

Musik als Herzensangelegenheit

Doch Musik studieren wollte Apinyan nicht: „Ich wollte nicht wirtschaftlich davon abhängig sein. Ich hatte Angst, das Gefühl für das Eigentliche zu verlieren. Musik ist für mich eine Herzensangelegenheit.“ Dann hat er eine Ausbildung zum Erzieher in Greifswald gemacht und arbeitet heute im Berufsbildungswerk in Greifswald, wo er als Sozialpädagoge Jugendliche in der Berufsvorbereitung coacht. „Ich habe eine 40-Stunden-Woche und mache nebenbei Musik. Das ist nicht immer leicht, denn ich möchte auch für meine Familie da sein, mit ihnen Abendbrot essen und meine dreijährige Tochter ins Bett bringen“, so der Greifswalder.

„Artur und Band“ haben eigentlich bis zu 50 Auftritte im Jahr. Quelle: Wally Pruß

Mit seiner Band hat er bis zu 50 Konzerte im Jahr und spielt auch in großen Besetzungen, wie im Januar mit Streichensemble und Chor in der Greifswalder Stadthalle. In der Corona-Krise vermisst er vor allem das Musizieren mit seinen Bandkollegen: „Uns jucken die Finger. Wir wollen wieder auf die Bühne gehen. Es ist schade, dass wir momentan nicht zusammen Musik machen können“, erzählt der Songwriter.

Autokonzert in Greifswald am 22. Mai

Doch der Sänger findet Wege. Am 22. Mai veranstaltet die Band ein Autokonzert in Greifswald. „Diese Idee kam mir in den Sinn und ich habe alles probiert, um es wahr zu machen. Wir suchen aber noch Sponsoren für das Autokonzert“, erzählt Apinyan. Wer das Projekt „Artur und Band“ unterstützen möchte, kann über ihre Website Kontakt zur Band aufnehmen.

Beim Newsroom-Konzert wird es auch ein Lied von Drummer Christian Winter zu hören geben: „Der Text von ‚Dualität‘ hat mich sofort berührt“, so Apinyan, obwohl sie sonst eigentlich nur die Songs des Sängers ins Programm nehmen. Mit Gesang, Piano und Percussion werden sie vor allem neue Songs spielen. „Wir wollen uns die 15 Minuten lang zusammen emotional fallen lassen. Deswegen haben wir positive, aber auch nachdenkliche Songs dabei“, erzählt der Sänger. Das Newsroom-Konzert wird am Mittwoch um 18 Uhr per Livestream auf der Website und der Facebook-Seite der OSTSEE-ZEITUNG übertragen.

Bewerben für das OZ-Newsroom-Konzert

Die neue Reihe „OZ-Newsroom-Konzert“ soll Musikern aus Mecklenburg-Vorpommern, die derzeit keine Konzerte spielen können, eine Plattform geben. Gespielt wird im Newsroom der OSTSEE-ZEITUNG. Ausgestrahlt wird der Auftritt jeden Mittwoch um 18 Uhr auf der Facebook-Seite der OZ, das aufgezeichnete Video wird danach auf www.ostsee-zeitung.de zu sehen sein. Jedes Konzert dauert 15 Minuten und soll unplugged gespielt werden. Aussagekräftige Bewerbungen bitte an: online@ostsee-zeitung.de, Kennwort: OZ Newsroom Konzert

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Von Nora Reinhardt

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