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Rostock Kinder, Krebs und Kämpferherzen: OZ-Talk mit Mutmacherin aus Rostock
Mecklenburg Rostock Kinder, Krebs und Kämpferherzen: OZ-Talk mit Mutmacherin aus Rostock
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08:01 16.03.2019
Gudrun Eggers, Vorsitzende des Vereins zur Förderung krebskranker Kinder, steht in der Küche des neuen Eltern-Kind-Hauses im Dr.-Lorenz-Weg. Quelle: OVE ARSCHOLL
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Die Diagnose Krebs verändert alles, vor allem wenn sie in ein Leben einschlägt, das kaum richtig begonnen hat. „Wenn ein Kind schwer erkrankt, ist das für die gesamte Familie ein Schock“, weiß Gudrun Eggers. In solchen Momenten, wenn die Welt aus den Fugen gerät und die Angst, das Liebste zu verlieren, übermächtig zu werden droht, will sie Betroffenen Mut machen, ihnen Kraft geben, dem Krebs die Stirn zu bieten. Gemeinsam mit ihren Mitstreitern ist die Vorsitzende des Vereins zur Förderung krebskranker Kinder seit 1992 mit dieser Mission im Einsatz. Für sie eine Herzenangelegenheit. Was sie dazu bewegt, sich unermüdlich zu engagieren, und welche berührenden Geschichten sie in den zurückliegenden 27 Jahren miterlebt hat, erzählt sie am 27. März im Theater des Friedens.

Gudrun Eggers ist Gast des zweiten OZ-Talks, einer neuen Veranstaltungsreihe, mit der die OSTSEE-ZEITUNG in lockerer Atmosphäre Persönlichkeiten aus der Stadt für Rostocker nahbar machen möchte. Zum Auftakt hatte Peter Fetten, Chef und Präsident der größten Werften-Gruppe im Land, den MV-Werften, die Fragen von OZ-Chefredakteur Andreas Ebel und gut hundert Besuchern beantwortet.

Statt um den Bau riesiger Kreuzfahrtschiffe dreht sich diesmal alles um die Frage, wie man diejenigen aufbaut, die das Unerträglich ertragen müssen. Gudrun Eggers erzählt von Kindern, Krebs und Kämpferherzen. Moderiert wird der Abend von Andreas Meyer. Der Leiter der OZ-Lokalredaktion ist gespannt darauf, welche Einblicke die Vorsitzende der Kinderkrebshilfe gewährt. „Wir wollen die wichtige Arbeit der Ehrenamtler vorstellen und gleichzeitig zeigen, wie wir alle Familien dabei unterstützen können, mit der schlimmen Krankheit umzugehen.“

Berührende Geschichten

OZ-Lokalchef Andreas Meyer freut sich auf ein interessiertes Publikum beim zweiten OZ-Talk. Quelle: Ove Arscholl

Glücksmomente und Schicksalsschläge – das Team der Kinderkrebshilfe Rostock kennt beides. Manche, die heute Mitglied sind und sich einfühlsam um andere kümmern, haben sich einst selbst hilfesuchend an den Verein gewendet. Deshalb wissen sie auch, wie gut es tut, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Wie heilsam Worte und Gesten sein können, wenn das Undenkbare doch eintritt und man das eigene Kind trotz Chemotherapie und Bestrahlung den Kampf gegen den Krebs verliert.

Damit niemand solche Augenblicken allein durchstehen muss, ist im vergangenen Herbst das Eltern-Kind-Haus im Dr. Lorenz-Weg eröffnet worden. Es ist seither Dreh- und Angelpunkt des Vereinslebens und bietet ein gemütliches Zuhause auf Zeit für Eltern mit Kindern, die stationär in der Universitäts-Kinder- und Jugendklinik behandelt worden sind. Der Neubau in Zoo-Nähe ist sowohl Ruhepol als auch Schauplatz purer Lebensfreude. Denn neben Gesprächsrunden sowie Eltern- und Geschwisterbetreuung finden hier auch vielfältige Freizeitaktivitäten statt. „Leichter, bunter und hoffnungsvoller“ wollen die Vereinsmitgliedern das Leben der Hausgäste machen, sagt Gudrun Eggers. Wie genau das aussieht, wird sie beim OZ-Talk im Theater des Friedens erzählen.

Der Verein zur Förderung krebskranker Kinder zählt aktuell fast 150 Mitglieder und Förderer. Wer diese in ihrer Arbeit unterstützen möchte, kann das mit einer Spende tun oder selbst mit Taten etwas bewirken: Helfer und neue Mitglieder sind im Verein jederzeit willkommen.

Spendenkonto Kinderkrebshilfe: Ostseesparkasse Rostock; IBAN DE38 1305 0000 0445 0028 83; BIC NOLADE21ROS

2. Gesprächsrunde

Die zweite runde des „OZ-Talks“ im Theater des Friedens findet am 27. März statt. Als Gast begrüßt Andreas Meyer, Leiter der OZ-Lokalredaktion Rostock, die Vorsitzende des Vereins zur Förderung krebskranker Kinder, Gudrun Eggers. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, Einlass ist ab 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Antje Bernstein

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