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Rostock OZ-Theaterwerkstatt: So klingen die Stimmen der Liebe
Mecklenburg Rostock OZ-Theaterwerkstatt: So klingen die Stimmen der Liebe
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21:11 24.02.2019
Oliver Weidinger singt als Dr. Dulcamara aus „Liebestrank“ ein Couplet. Quelle: OVE ARSCHOLL
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Rostock

Ein Klavier, zwei Stimmen und das Wort „Miau“ – mehr braucht es nicht, um eine bewegende Liebesszene zu erzählen. Die mehr als 320 Besucher im Großen Haus des Volkstheaters sind begeistert, als die Sänger Václav Vallon und Katharina Kühn das Katzenduett von Gioacchino Rossini aufführen. „Das Tolle am Musiktheater ist, dass wir es hier ziemlich einfach haben. Denn die Musik bringt viel von den Gefühlen der Personen rüber“, erklärt Schauspieler Steffen Schreier das Phänomen. Die Sänger wechseln Rhythmus und Bewegung, langsam kommen sie sich immer näher. Oder auch nicht: Plötzlich gibt’s eine Tatze ins Gesicht des Herren.

Die dritte OZ-Theaterwerkstatt entführt Jung und Alt in die Welt der Opern und Operetten. „Der Vogelfänger bin ich ja, stets lustig, heissa, hopsassa!“, singt Bariton Grzegorz Sobczak. Es ist das berühmte Auftrittslied des Papageno aus Mozarts „Zauberflöte“. Auch hier geht es wieder um die Liebe. Sopranistin Katharina Kühn tritt als Papagena auf die Bühne.

Auf der Bühne gaben Schauspieler und Sänger einen Einblick in das Repertoire des Musiktheaters. Den Kindern hat das gefallen.

Doch wie werde ich Sänger am Volkstheater? „Ich muss meistens länger als fünf Jahre Gesang studiert haben und dann kann ich mich bewerben“, sagt Chorleiter Frank Flade. Er habe schon 100 bis 200 Bewerbungen auf eine Stelle als Sopranistin bekommen. „Die besten werden ausgewählt und zu einer Art Gesang-Wettbewerb eingeladen.“

Auch müssen die Sänger unterschiedliche Sprachen beherrschen – oder zumindest nachsprechen können, wie Katharina Kühn schildert. „Die meisten Sprachen, die in der Oper verwendet werden, sind Deutsch, Italienisch und ab und zu auch Französisch, Russisch oder Tschechisch.“ Eine weitere Besonderheit ist die Koloratur, bei der ganz schnell viele Töne hintereinander gesungen werden. Wie bei der Königin der Nacht in der Zauberflöte. „Das kann man üben, indem man ganz laut lacht“, sagt Katharina Kühn.

Nicht alle Sänger am Volkstheater sind fest angestellt. Maximilian Nowka aus Berlin ist zum Beispiel als Gast aktiv. „Ich trete in ganz Deutschland auf, in München und in Erfurt spiele ich viel“, berichtet er dem Publikum. Einmal habe er an 20 Tagen in 17 verschiedenen Städten auf der Bühne gestanden. Für die Proben zur Operette „Frau Luna“ von Paul Lincke wohnte er aber fünf bis sechs Wochen in Rostock.

Ganze elf Nationen sind im Opernchor des Volkstheaters vertreten. Das Publikum klatscht Applaus, als Leiter Frank Flade alle Länder hintereinander aufzählt – von Argentinien über Finnland bis nach China. In der Musik müssen dann alle in einer Sprache singen, was gar nicht so einfach sei. „Denn jede Nation hat ein eigenes E und ein eigenes O. Wir müssen uns auf eins verständigen.“

Generell sei das Chor-Leiten mit Problemen verbunden, die viel Freude bereiten, wie Flade es beschreibt. Bei der Oper Tosca müsse sich der Chor zum Beispiel szenisch bedingt hinter der Bühne aufstellen. „Da steht der Dirigent dann im Dunkeln mit einer roten Taschenlampe“, sagt Flade. Und muss bedenken: „Wenn hinten gesungen wird, ist es vorne später zu hören.“ Deshalb müssen sie hinten etwas früher loslegen.

Zum Ende gibt’s erneut reichlich Applaus. „Heute war die Musik sehr schön“, sagt der elf Jahre alte Mattes. Auch Lotte hat es wieder Spaß gemacht. „Am besten hat mir das mit den Katzen gefallen“, sagt die Achtjährige aus Roggentin. Das habe Lust auf mehr gemacht: Sie freut sich schon auf die Uraufführung des „Singenden klingenden Bäumchens“ am 9. März im Großen Haus.

Letzte Vorstellung im Mai

Die nächste OZ-Theaterwerkstatt widmet sich am 4. Mai im Großen Haus dem Tanztheater. Damit endet die Reihe in dieser Spielzeit. Alle vier Sparten des Rostocker Volkstheaters – Musiktheater, Schauspiel, Tanz und Konzert – haben sich dann vorgestellt.

Wer im Laufe der Veranstaltungen mindestens drei Teilnahme-Stempel gesammelt hat, kann bei der letzten Runde im Mai am großen Gewinnspiel teilnehmen. Eintritt: 1 Euro.

André Wornowski

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