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Rostock Ostsee-Krimi als Fernsehkunst
Mecklenburg Rostock Ostsee-Krimi als Fernsehkunst
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14:39 04.11.2014
Wie düster geht Krimi? Kommissar Bukow (Charly Hübner) ist im Rostocker „Polizeiruf 110“ sauer auf alles. Quelle: Christine Schroeder/ndr
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Rostock

Der Polizeiruf 110 aus Rostock, der zehnte des Ermittlerduos Bukow (Charlie Hübner) und König (Anneke Kim Sarnau), ist nur auf einer Erzählspur Krimi. Da wird in düsteren Bildern, die an Finchers Endzeitthriller „Sieben“ erinnern, die Tragödie des verlassenen Familienvaters Arne Kreuz – mit einem bedrückend fabelhaften Andreas Schmidt – erzählt. Krimi mit einer Polizei im Hechelmodus, die nur noch auf Schadensbegrenzung aus sein kann. Es gilt zu verhindern, dass Arne seine ganze Familie auslöscht.

Auf der anderen Erzählspur jubelt das Polizeiruf-Team um Regisseur Eoin Moore seinem Publikum im Stile des Autorenkinos ein Gesellschaftsdrama unter, das die Abgründe der Mittelschicht umreißt. In diesem Film, der am Sonntag mit einer Quote von 22,1 Prozent (8,3 Millionen Zuschauer) alle anderen Formate des Abends wegbeißt, redet niemand miteinander und keiner hört zu.

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In der Medienkritik als auch in den sozialen Netzwerken kommt dieser Ostsee-Krimi, der sehr eigene Bilder von Rostock sendet, positiv weg. So schreibt Isolde Voigt bei der OZ auf Facebook: „Bin immer noch fix und fertig.“ Und Mario Behnke meint: „Der beste Polizeiruf seit vielen Jahren.“



Michael Meyer