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Rostock 120 Jahre Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde in Rostock
Mecklenburg Rostock 120 Jahre Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde in Rostock
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15:47 26.10.2019
(v.l.): ehem. Klinikleiter Hans-Wilhelm Pau, OP-Schwester Anette Finke, Klinikdirektor Robert Mlynski und leitender Oberarzt Sebastian Schraven. Quelle: Anh Tran
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Rostock

Sein Leben hinge mit dem Geschick der Otto-Körner-Klinik zusammen, erzählt Hans-Wilhem Pau. 20 Jahre lang war er der Direktor der Hals-Nasen-Ohren-Klinik in der Doberaner Straße, mit der er neben Beruflichem auch viel Persönliches verbindet. Deshalb feierte Pau am Samstag mit zahlreichen aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern das 120. Jubiläum der Einrichtung. „Irgendwie hat die Klinik jedes Jahr ihren runden Geburtstag, wenn ich auch meinen runden Geburtstag habe – ein mathematisches Wunder“, scherzte der 70-Jährige bei seiner Begrüßungsrede. Mittelpunkt der Veranstaltung waren zehn Vorträge über aktuelle Forschungsstände und die Geschichte des HNO-Fachgebietes. Auch eine Führung durch die Einrichtung stand auf dem Plan.

Für Wilhelm Pau war die Feier ein besonderes Ereignis. Kurz nach der Wende wurde er zum Direktor. „Der Zustand der Klinik war bei weitem nicht schlecht aber nach heutigen Standards nicht mehr ausreichend“, erinnert er sich. Deshalb bemühten er und die anderen Mitarbeiter sich, teils mit eigenem Körpereinsatz, um Verbesserungen. „Einige waren an den handwerklichen Arbeiten beteiligt und ich habe zum Beispiel mit Schwestern einen OP-Saal gestrichen“, erzählt Pau. Auch eine der Außenwände gestalteten er und ein Kollege mit einem Graffiti – der ehemalige Klinikleiter griff sogar selbst zur Spraydose. „Ich fühle mich immer noch sehr verbunden mit dieser Einrichtung“, sagt er.

Deshalb war es Pau wichtig, das Amt guten Gewissens an seinen Nachfolger Robert Mlynski weiter geben zu können. Dieser leitet das Otto-Körner-Haus seit Juli 2014 und ist zufrieden mit dem aktuellen Zustand. „Wir können hier hervorragende Spitzenmedizin betreiben und sind gut ausgestattet“, zeigt er sich stolz. Die Klinik erfreue sich zudem bundesweit eines guten Rufes. Die Jahrzehnte lange Historie mache das Haus zudem sehr reizvoll, so der 46-Jährige. Besonders das Engagement seiner Mitarbeiter lobt er: „Wir haben viele dankbare Patienten und es ist besonders rührend, dass unser Personal sich so zwischenmenschlich engagiert.“

Die OP-Schwester Anette Finke gehört zu diesem Personal. Sie arbeitet seit 35 Jahren an der HNO-Klinik. Vor allem die abwechslungsreiche Arbeit hält sie nach so langer Zeit immer noch in der Klinik. „Der Beruf macht nach wie vor sehr viel Spaß“, sagt die 55-Jährige. Mit einigen Kolleginnen arbeitet sie seit über 20 Jahren zusammen und hat ein familiäres Verhältnis zu ihnen aufgebaut. „Wir sind ein eingespieltes Team, wissen alles über das Leben der anderen und können uns aufeinander verlassen.“ Auch mit Patienten hatte sie viele freudige Erlebnisse: „Den Erfolg bei der Behandlung eines Patienten zu beobachten, behält man immer in schöner Erinnerung.“

Otto Maximilian Ferdinand Körner gründete die Klinik am 25. Oktober 1899. Damit ist sie die älteste Universitätsklinik für HNO-Heilkunde in Nord- und Mitteleuropa. Heute werden dort jährlich 3000 Patienten stationär und rund 8000 ambulant behandelt. Auch Forschungen, wie in den Neurowissenschaften oder bei Implantaten und Biomaterialien betreibt die Otto-Körner-Klinik.

Von Anh Tran

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