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Rostock Panne zu Prozessbeginn: Justizbeamte fahren Angeklagten in falsche Richtung
Mecklenburg Rostock Panne zu Prozessbeginn: Justizbeamte fahren Angeklagten in falsche Richtung
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17:10 29.05.2019
Die drei Angeklagten vor dem Rostocker Landgericht sind im September 2018 in eine Wohnung eingebrochen und haben Geld und Wertsachen gefordert und die Mieter mit Waffen bedroht. Das war nicht die einzige Bedrohung des Trios. Quelle: Stefan Tretropp
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Rostock

Vor der 2. Großen Strafkammer des Landgerichts Rostock hat am Mittwochmorgen die Hauptverhandlung gegen drei Männer aus Afghanistan und Syrien wegen schwerer räuberischer Erpressung begonnen.

Gleich zu Prozessbeginn kam es zu einer Panne: Justizbeamte fuhren einen der Angeklagten aus der JVA Neustrelitz versehentlich nach Waldeck und nicht ins Rostocker Landgericht. So verspätete sich der Verhandlungsbeginn um fast anderthalb Stunden.

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Die drei Angeklagten vor dem Rostocker Landgericht sind im September 2018 in eine Wohnung eingebrochen und haben Geld und Wertsachen gefordert und die Mieter mit Waffen bedroht. Das war nicht die einzige Bedrohung des Trios.

Gewaltsame Forderung nach Geld

Die Staatsanwaltschaft legt Ali Jan M. (20) und Wael A. (21) zur Last, in Rostock am 30. September 2018 in der Toitenwinkler Salvador-Allende-Straße gewaltsam in die Wohnung eines Mannes, mit einem Schlagring, Teleskopschlagstock und Klappmesser bewaffnet, eingedrungen zu sein.

Sie sollen von den in der Wohnung anwesenden fünf Männern die Herausgabe von Geld oder Wertsachen bei gleichzeitiger Drohung mit den Waffen gefordert haben. Während sie noch die Wohnung nach Brauchbarem durchsucht hätten, sei jedoch bereits die Polizei erschienen.

Noch eine Bedrohung einen Monat später

Genau einen Monat später, am 30. Oktober 2018, sollen die beiden Angeklagten gemeinsam mit Ali A. (20) sich einem Mann drohend in den Weg gestellt haben, als dieser die Postfiliale am Neuen Markt in Rostock verlassen wollte. Das Opfer sollte 100 Euro herauszugeben, übergab aber nur 50 Euro.

Zwei der Angeklagten befinden sich seit dem 21. November 2018 in Untersuchungshaft. Der Prozess wird am kommenden Dienstag fortgesetzt.

Stefan Tretropp