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Rostock Polizei kritisiert Mega-Events im Iga-Park
Mecklenburg Rostock Polizei kritisiert Mega-Events im Iga-Park
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06:30 03.09.2015
Wenn 20 000 Fans, wie zuletzt beim Materia-Konzert, in den Iga-Park und wieder hinaus strömen, kann es laut Polizei ohne die richtige Organisation gefährlich werden. Quelle: Frank Pubantz
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Rostock

Polizeihauptkommissar Stefan Damrath sieht in den Großveranstaltungen, die vor allem im Sommer für Massenaufläufe im Iga-Park sorgen, ein großes Problem. Bei Events mit mehr als 5000 Gästen, wie etwa Konzerten, sei eine komplexere Veranstaltungsplanung notwendig, die bislang oftmals gefehlt habe.

„5000 bis 6000 Gäste sind noch okay, alles was darüber hinaus geht ist verkehrs- und zugangstechnisch schwierig“, sagt Damrath. Wegen des zu großen Andrangs hätten die Beamten in der Vergangenheit bereits die Notzugänge zum Gelände öffnen müssen. Aber auch mit Verkehrsproblemen sei die Polizei stets konfrontiert, habe Straßen sperren müssen, um die Anreisenden in geordnete Bahnen zu lenken und eine Gefährdung von Fußgängern zu vermeiden. „Solche Maßnahmen müssten bereits in die Veranstaltungsgenehmigung eingearbeitet werden“, kritisiert der Hauptkommissar.Parkplätze gebe es ebenfalls nicht genügend. „Das Parkproblem ist bekannt. Es sind zwar nicht wenige Stellflächen vorhanden, aber ab einer gewissen Menge an Zuschauern reicht das eben nicht mehr aus“, stimmt Dietmar Droese (Linke), Ortsbeiratsvorsitzender zu. Dennoch wünsche er sich keinesfalls weniger Veranstaltungen im Iga-Park, lediglich eine bessere Organisation vorab.

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Für die richtige und vor allem sichere Veranstaltungsplanung seien die Veranstalter selbst verantwortlich, erklärt Axel Buhr von der Iga-Park GmbH. „Wir haben mit den Veranstaltern einen Vertrag, in dem regelt ist, dass er sich um die Sicherheit kümmern muss“, so Buhr. Polizeihauptkommissar Stefan Damrath sieht eine mögliche Lösung darin, dass die Stadt bei einer bestimmten Zahl an erwarteten Gästen, diese sicherheitsrelevanten und organisatorischen Auflagen bereits in den Genehmigungsantrag einfließen lässt.



Nele Reiber