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Rostock Polizeieinsatz nach Überlegung zu Amoklauf
Mecklenburg Rostock Polizeieinsatz nach Überlegung zu Amoklauf
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13:22 25.01.2019
Wegen Überlegungen zu einem Amoklauf kam es in Rostock zu einem Polizeieinsatz.
Wegen Überlegungen zu einem Amoklauf kam es in Rostock zu einem Polizeieinsatz. Quelle: dpa
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Rostock

Weil ein 16-jähriger Rostocker in sozialen Medien Überlegungen zu einem Amoklauf geäußert hatte, suchte ihn die Polizei auf. Das Ganze, geschehen in der vergangenen Woche, hat eine internationale Vorgeschichte. In offensichtlicher Unkenntnis der Tragweite seines Handelns äußerte ein 16-jähriger Schüler in englischer Sprache in sozialen Medien Überlegungen zu einem Amoklauf. Amerikanische Sicherheitsbehörden seien auf die Äußerungen des Rostockers aufmerksam geworden und hätten umgehend einen entsprechenden Hinweis über das Bundeskriminalamt an das Landeskriminalamt (LKA) Mecklenburg-Vorpommern gegeben, so die Schilderung des LKA. Die übermittelten Informationen wurden geprüft. Dann verständigte das LKA die örtlich zuständige Polizeidienststelle. Noch am gleichen Abend statteten Polizisten dem Schüler im Beisein seiner Mutter einen Besuch ab. Dabei habe der 16-Jährige die Äußerungen komplett eingeräumt, aber jegliches Interesse an der tatsächlichen Planung oder Ausführung eines Amoklaufes bestritten. „Auch eine Zugriffsmöglichkeit auf Waffen wurde nicht festgestellt“, so das LKA. Der Schüler äußerte, er habe die Äußerungen getätigt, ohne sich über die möglichen Folgen im Klaren zu sein, und entschuldigte sich bei den Beamten.

„Wie dieser aktuelle Fall zeigt, führt die öffentliche Androhung von Straftaten, auch im vermeintlich anonymen Internet, zum konsequenten Handeln der Sicherheitsbehörden“, betont das Landeskriminalamt: So würden im Einzelfall nicht nur strafrechtliche Konsequenzen drohen, sondern unter Umständen auch hohe Kosten für den Einsatz.

OZ

25.01.2019
25.01.2019