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Rostock Ein Poller bewegt Markgrafenheide
Mecklenburg Rostock Ein Poller bewegt Markgrafenheide
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19:22 22.11.2018
Der unscheinbare Poller neben dem Heidehaus in Markgrafenheide sorgt seit Monaten für Diskussionen. Quelle: David Weber
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Rostock

Gerade schien die Diskussion um den Poller am Heidehaus beendet, da schaukelt sich das Thema wieder hoch. Bei der Ortsbeiratssitzung meldete sich nun ein Anwohner zu Wort. „Die Straßenqualität in der Albin-Köbis-Straße ist eine Katastrophe. Da macht man sich ja sein Auto kaputt“, sagt David Weber. Seit der Poller da steht, müsse jeder Autofahrer die gesamte Straße abfahren, um auf die Hauptstraße zu gelangen. Die aktuellen Baustellen würden die Situation noch verschärfen. „Zwei Mal musste ich schon den Bauzaun zur Seite stellen, um fahren zu können.“ Er ist sich sicher, wenn auch die Bauarbeiten neben dem Supermarkt beginnen, „dann werden wir hier ein richtiges Chaos haben“.

Zum Hintergrund: Im Sommer stand er plötzlich da, der Poller am Heidehaus. Ohne Wissen des Ortsbeirats wurde er gesetzt, damit hier niemand auf die Köbis-Straße fahren kann. Das Gremium wollte ihn entfernen lassen, doch die Anwohner verfassten einen offenen Brief. „Die Wohnqualität hat sich seitdem sehr verbessert“, hieß es. Denn vorher seien zahlreiche Autos über die Straße „gerast“. Zuletzt erklärte der Ortsbeirat, das Thema ruhen zu lassen. „Ich sehe da keinen Redebedarf mehr“, sagte damals Dieter Mergelkuhl (Grüne).

Doch den scheint es noch zu geben. „Also ich wurde nie gefragt“, sagt David Weber. Er zweifelt, dass sich etwas gebessert hat. „Die Straße am Heidehaus ist so verwinkelt, da konnte man gar nicht rasen“, betont er. Das Problem habe sich nur verlagert. Schließlich würden noch immer die Lkw direkt vor dem Haus 10 drehen, um rückwärts das Hotel Godewind anzufahren. „Besonders in der Saison und am Wochenende ist die Straße durch den Lieferverkehr verstopft“, sagt Weber. Manch einer verstoße sogar gegen die Straßenverkehrsordnung.

Die Situation ist beim Ortsbeirat bekannt. „Viele Pkw, die früher am Poller entlanggefahren sind, nutzen jetzt die Einbahnstraße in verkehrter Richtung“, bestätigt der Ortsbeiratsvorsitzende Jürgen Dudek (Rostocker Bund). In der Diskussion wird jedoch klar, dass die Straßenführung undurchsichtig ist. Hier würden Schilder fehlen, die anzeigen, dass es sich um eine Einbahnstraße handelt. „Wir Anwohner wissen das, aber Touristen und Zulieferer nicht unbedingt“, sagt Weber. „Vielleicht ist das eine Aufgabe für das Verkehrsamt, die Verkehrsführung in der Albin-Köbis-Straße zu klären“, sagt Margitta Köneking (Linke). „Wenn es eindeutig feststeht, müssen sich auch die Lkw daran halten. Und wenn da keine Schilder mehr sind, verstoße ich gegen nichts.“ Die Frage soll an das Amt weitergeleitet werden.

Das größte Problem sei für Weber jedoch die Fahrbahn. Die Strecke gleiche einer Berg- und Talfahrt. „Es ist eine öffentliche Straße, wenn da etwas passiert, dann zahlt mir keiner den Schaden“, sagt Weber. Er befürchtet, dass sich der Zustand nun noch verschlechtert. „Wann wird sie erneuert?“ „Das ist eine Frage, die schon 20 Jahre und länger gestellt wird“, sagt Dudek. „Dass sich die Situation durch den Poller so verschärft, habe ich befürchtet, aber nicht gedacht, dass es so schnell passiert“, betont Ortsbeiratskollege Henry Klützke (Linke). Die Straße jetzt zu sanieren, wäre jedoch keine Lösung, befürchtet Margitta Köneking. „Das wäre ein echter Schildbürgerstreich, dann müsste sie nach Ende der Bauarbeiten wieder erneuert werden.“

Wegwünschen könne Weber den Poller nicht, doch er hat eine andere Idee. Er erhofft sich eine Gewichtsbeschränkung auf der Köbis-Straße. Er betont, dass er nichts gegen das Hotel in der Nachbarschaft und die Zulieferer habe. „Ich verstehe nur nicht, warum nicht von der Hauptstraße aus angeliefert wird.“

Johanna Hegermann

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