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Rostock Problem-Fähren von Scandlines noch später fertig
Mecklenburg Rostock Problem-Fähren von Scandlines noch später fertig
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11:57 21.12.2015
Die neuen Scandlines-Fähren „Copenhagen“ und „Berlin“ am Kai der dänischen Fayard-Werft.
Die neuen Scandlines-Fähren „Copenhagen“ und „Berlin“ am Kai der dänischen Fayard-Werft. Quelle: Scandlines
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Rostock

Die Fertigstellung der beiden neuen Scandlines-Fähren verschiebt erneut um einige Monate. Nach jetzigem Stand soll die eigentlich bereits für September geplante Probefahrt des ersten Schiffes - der „Berlin“ - nun Ende November stattfinden. „Das Projekt ist zu groß und zu kompliziert“, sagt Scandlines-Pressesprecherin Anette Ustrup Svendsen. Viele Arbeiten müssen noch abgeschlossen werden.

Nach der Probefahrt macht die „Berlin“ für zwei Wochen in Rostock fest, damit die dortige Verlade-Rampe den neuen Schiffsmaßen angepasst wird. Denn die sind viel größer als die jetzigen. „Im Dezember wollen wir die ,Berlin’ in Betrieb nehmen, es verzögert sich also nur um ein paar Wochen“, versucht Anette Ustrup Svendsen zu beschwichtigen. Den geplanten Fertigstellungstermin für das baugleiche Schwesternschiff, die „Copenhagen“, nennt sie nicht: „Es kommt einige Monate später“.

Eigentlich sollten die neuen Scandlines-Fähren bereits seit 2012 zwischen Deutschland und Dänemark pendeln. Doch die Stralsunder Volkswerft, die den Auftrag für die beiden Neubauten im Jahr 2010 erhalten hatte, musste die Fertigstellung wegen technischer Probleme mehrfach verschieben. Letztlich hat sich die Werft an dem Projekt verhoben: Jedes Schiff war etwa 700 Tonnen zu schwer – und damit zu übergewichtig für einen effektiven Fährverkehr. Die Gewichtsprobleme läuteten im August 2012 die Pleite der P+S-Werften, zu denen Stralsund gehörte, ein.



Schröder, Kerstin

20.10.2015
20.10.2015