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Rostock Prognose: Rostock braucht 1000 Ladesäulen für E-Autos
Mecklenburg Rostock Prognose: Rostock braucht 1000 Ladesäulen für E-Autos
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18:34 15.05.2019
14 000 Elektroautos bis 2030 in Rostock: Reimund Lehmann, Organisator des E-Mobilitäts-Kongresses. Quelle: Gerald Kleine Wördemann
Rostock

Gut 100 Autos mit Elektroantrieb sind zurzeit in Rostock zugelassen. Fachleute gehen davon, dass sich das schon bald ändert: Prognosen zufolge sollen 2030 in Rostock fast 14 000 Elektroautos unterwegs sein. Das würde einem Anteil von circa 20 Prozent entsprechen. Damit dieser Flotte nicht der Saft ausgeht, wären etwa 1000 öffentliche Ladesäulen nötig. Das wird eine große Herausforderung für die Stadtplanung, sagt Senator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD) am Dienstag am Rande des Kongresses „e-Mobilität und Infrastruktur“ in der Hansemesse.

Aufwendige Infrastruktur

Um das Maß der Bauarbeiten zu begrenzen, sollten schon jetzt bei Erdarbeiten leere Leitungshüllen mitverlegt werden. In die könnten später mit wenig Aufwand die Kabel für die Ladesäule eingezogen werden. „Die Fehler, die beim Breitbandausbau gemacht wurden, dürfen sich nicht wiederholen“, sagt Müller-von Wrycz Rekowski. Zu spät hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass der Leerhüllen-Trick den Ausbau der Internet-Infrastruktur einfacher und billiger gemacht hätte.

Schwerpunkt Schifffahrt

Rund 80 Teilnehmer hörten sich bei dem Kongress Vorträge zur E-Mobilität an, die Spanne der Themen reichte von „eichrechtskonformen Ladesäulen“ bis zum sicheren Transport von Elektroautos auf Fährschiffen. Es ging um Brennstoffzellenantrieb und Stadtbusse mit E-Antrieb. E-Mobilität und Schifffahrt waren Schwerpunktthema, erklärt Reimund Lehmann von der Firma Technische Überwachung Rostock, der den Kongress organisiert hat.

Streetscooter vorgestellt

Parallel dazu zeigten Firmen aus der Region Produkte zur E-Mobilität, vor allem Fahrzeuge. Michael Warkentin von FSN Fördertechnik stellte den Streetscooter vor, den in Aachen für die Post entwickelten und gebauten Elektrotransporter. Der Zoo hat bereits einen gekauft, die Friedhofsverwaltung hat ihn getestet. „Das Interesse ist da“, sagt Warkentin. Aber noch hielten sich Käufer zurück. Das könne sich schnell ändern, wenn große Firmen und Institutionen anfangen, ihre Flotten umzustellen.

Gerald Kleine Wördemann

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