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Rostock Prostituierte in Todesangst – Prozess gegen Freier in Rostock
Mecklenburg Rostock Prostituierte in Todesangst – Prozess gegen Freier in Rostock
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18:33 08.08.2019
Akten liegen vor Beginn eines Prozesses am Platz des vorsitzenden Richters. (Symbolfoto) Quelle: Silas Stein/dpa
Rostock

Prostituierte in Todesangst - Prozess gegen Freier in Rostock

Rostock (dpa/mv) - Eine frühere Prostituierte ist überzeugt, dass der wegen zweifachen versuchten Totschlags vor dem Landgericht Rostock angeklagte Freier sie Ende Januar erwürgen wollte. Das sagte die 40-Jährige am Donnerstag als Zeugin im Prozess gegen den 28-jährigen Auszubildenden aus Rostock. Im Oktober 2018 hatte er bereits eine andere Prostituierte in seiner Wohnung schwer misshandelt. Der 33-jährigen gelang jedoch die Flucht und zeigte den Mann an. Er blieb allerdings auf freiem Fuß.

 

Der Angeklagte hatte die 40-jährige Frau, die er von einem Treffen eine Woche zuvor kannte, in seine Wohnung eingeladen. Sie war etwa 40 Minuten bei ihm, als er sie mit einem Messer überraschte, das sie ihm jedoch entwinden konnte. Er schlug und würgte sie, bis die sich anfangs heftig wehrende Frau bewusstlos war. Als sie wieder zu sich kam, begann er „mich mit viel größerer Wut als beim ersten Mal“ erneut zu würgen, sagte die Zeugin. Beim nächsten Erwachen stand er im Zimmer und hatte schon die Polizei mit den Worten „Ich ermorde gerade eine Frau“ alarmiert. Die Beamten trafen kurz darauf ein.

 

Der Angeklagte hatte am ersten Prozesstag Mitte Juli ausgesagt, er könne sich an Details der Angriffe auf die beiden Frauen nicht erinnern, wollte aber nicht bestreiten, was er ihnen angetan haben soll. Unter anderem will er viel Alkohol getrunken haben. Davon haben beide Opfer kaum etwas mitbekommen. Die Ermittler fanden auf seinem Computer Videos mit äußerst gewalttätigem Inhalt. Der Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt. Als Zeugin soll seine Ex-Freundin gehört werden, die zum Zeitpunkt des ersten Angriffs noch mit ihm zusammen war.

Von dpa/RND

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