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Rostock Quartiermanager engagiert sich für Toitenwinkel
Mecklenburg Rostock Quartiermanager engagiert sich für Toitenwinkel
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17:16 01.02.2019
Jens Anders präsentiert eine Wand der "Alten Schmiede", die gemeinsam mit Kindern gestaltet wurde. Quelle: Dimitri Paul
Toitenwinkel

Toitenwinkel Mitglied in mehreren Vereinen, früherer Ortsbeirat und nun Quartiermeister: Jens Anders setzt sich seit 1988 für seinen Stadtteil Toitenwinkel ein. Von Zahna, einer Kleinstadt in Sachsen-Anhalt, aus, zog der heute 63-Jährige nach Rostock. Seitdem ist er vor allem in seiner direkten Nachbarschaft aktiv. In einigen Jahren möchte der Quartiermeister in den Ruhestand gehen, doch die Suche nach einem Nachfolger bereitet ihm Sorgen.

Toitenwinkel gehört einfach zu ihm

Jens Anders gehörte zu den ersten Bewohnern der Ende der 1980er Jahre neu erbauten Häuser in Toitenwinkel. Von Anfang an wollte er den Bezirk mitgestalten. „Wir wollten aktiv sein, im Stadtteil was bewegen und machen. Deshalb wurde auch der Verein Vereinigte Bürgerinitiative Toitenwinkel gegründet“, erinnert sich der frühere Ortsbeirat. Der Verein hat heute seinen Sitz in der „Alten Schmiede“, die vor allem von jungen Menschen als Treffpunkt genutzt wird.

Der 63-Jährige schätzt den Stadtteil und seine Bewohner sehr. „Wir haben zwar keinen besonders guten Ruf, aber die Leute leben gerne hier“, bekräftigt er. Besonders die Grünflächen und die Nähe zur Warnow sind für den Quartiermanager ein großes Plus des Viertels. „Mein absoluter Lieblingsort ist der Teich am Friedensforum“, sagt er. Gern geht er auch zum Kaffeetrinken in den Handarbeits-Laden am Sternplatz. „Die Frau Duttke bietet da jeden Tag Kaffee und selbst gebackenen Kuchen für alle an, die mal erzählen wollen“, empfiehlt Anders.

Sport hatte für Jens Anders einen großen Stellenwert

Beim Fußballverein „FSV Nordost“, der für die Kinder aus Dierkow und Toitenwinkel gegründet wurde, wirkte Anders vom Anfang an mit. Da für den Fan des FC Hansa Rostock Fußball immer einen großen Wert hatte, organisierte er in den 90ern für Jugendliche mehrtägige Fahrten zu Auswärtsspielen. Dort sollten sich diese mit gegnerischen Fans austauschen. „Mir war es wichtig zu zeigen, dass Fans der anderen Vereine auch nur ganz normale Jungs sind, die für ihren Club genauso brennen. Unser Ziel war es, die Aggressivität aus dem Sport zu bekommen“, erklärt er.

Noch immer hält sich der frühere Leichtathlet fit, indem er wöchentlich in die Gehlsdorfer Schwimmhalle geht. Deshalb weiß er auch um die Bedeutung von Sport für junge Menschen. „Für Jugendliche ist es enorm wichtig, sich auch mal auszupowern. Die müssen ja mit ihrer Energie irgendwo hin“, erklärt er. Am liebsten schaut der 63-Jährige allerdings beim Biathlon zu. Nächstes Jahr will er dann zur Weltmeisterschaft, um direkt vor Ort mitzufiebern. „Die Stimmung beim Biathlon ist einfach unvergleichbar“, sagt er mit Vorfreude.

Anders wünscht sich Geld für die Bildung

„Ich wollte nicht Lehrer werden, weil ich aus einer Lehrer-Familie kam. Aber letztendlich liegt es wohl doch in der Familie, dass man mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten muss“, sagt Jens Anders lachend. In seinem Leben hat er sehr viel mit Kindern und Jugendlichen zusammengearbeitet, weshalb er auch um die Bedeutung von Bildung für unsere Gesellschaft weiß. Momentan gibt es in Toitenwinkel zwar große Sanierungsarbeiten an Schulen und Turnhallen, was er als eine positive Entwicklung sieht. Trotzdem vermutet er: „Es werden viel mehr Lehrer gebraucht, damit die Klassen kleiner werden können. Die Zahlen lügen ja nicht. Immer mehr Firmen sagen ja, dass die Auszubildenden nicht genug wissen. Das kann nicht an den Kindern liegen. Das muss an der Bildung liegen“, vermutet Anders. Seiner Meinung nach müsste mehr Geld in die Bildung investiert werden.

In einigen Jahren wird auch der 63-Jährige in Rente gehen. Dennoch will er auch im Ruhestand in Toitenwinkel ehrenamtlich mitwirken. „Dafür liegt mir der Stadtteil zu sehr am Herzen“, sagt er. „Der Verein braucht Nachwuchs“, urteilt das Mitglied der „Alten Schmiede“. Für Veranstaltungen finden sich laut dem Quartiermanager immer Helfer. Doch kaum jemand erklärt sich dafür bereit, eine langfristige Verantwortung zu übernehmen. Dabei stehen für das Viertel große Veränderungen an. Verschiedene Unternehmen errichten derzeit neue Wohnungen, die laut Anders für ein deutlich vielfältigeres Toitenwinkel sorgen könnten.

Wir haben zwar keinen besonders guten Ruf, aber die Leute leben gerne hier.

Jens Anders

Quartiermeister Toitenwinkel

Dimitri Paul

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