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Rostock Rätselraten um bestialischen Gestank in Rostock
Mecklenburg Rostock Rätselraten um bestialischen Gestank in Rostock
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08:51 07.08.2019
Die Rostockerin Christina Irmer hat den Gestank am Montagabend im Bahnhofsviertel wahrgenommen. Quelle: privat
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Rostock

Ob am Bahnhof oder in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt, in Stadtweide, Dierkow oder der Innenstadt: Viele Rostocker rümpften am Montagabend die Nase. Grund war ein bestialischer Gestank, der in großen Teilen des Stadtgebiets zu riechen war und sogar von außen durch die Fenster drang. Christina Irmer bemerkte den Geruch, der an Gülle oder Buttersäure erinnerte, im Bahnhofsviertel – Meldungen gab es aber auch aus mehreren anderen Stadtteilen.

Die Suche nach dem Verursacher blieb am Dienstag erfolglos. Brauerei oder Hafen wiesen jeden Verdacht von sich. „Bei uns war ein ganz normaler Produktionstag ohne besondere Vorkommnisse“, versicherte Peter Christian Gliem von der Rostocker Brauerei. Christian Hardt von Rostock Port hat den Gestank selbst bemerkt – allerdings nicht im Hafen, sondern ebenfalls nach Feierabend als Einwohner der Hansestadt. Auch Rathaus-Sprecher Ulrich Kunze nahm den Geruch wahr, zur Ursache hatte aber auch er keine Erkenntnisse.

War ein Landwirt der Verursacher?

Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StaluMM) erhielt am Dienstag von der Hansestadt zwei Meldungen von Bürgern aus Dierkow sowie der KTV, die sich über Güllegeruch beschwert hatten. „Allerdings konnte die Geruchsbelästigung keiner bestimmten Örtlichkeit zugeordnet werden, so dass eine Rücksprache mit einem konkreten Landwirt nicht möglich ist. Da die Beeinträchtigung nicht mehr anhält, ist auch eine Vorortbesichtigung nicht erfolgversprechend“, sagte Edgar Offel vom StaluMM am Dienstag.

Momentan sei die Zeit günstig für die Ausbringung von Gülle. „Eine Düngung dient der notwendigen Nährstoffversorgung der Pflanzen und der Bodenfruchtbarkeit. Sie ist Teil der landwirtschaftlichen Arbeitsabläufe“, sagte Offel.

Zeitweilige Belästigung sei normal

Eine zeitweilige Belästigung durch Lärm und Geruch sei deshalb normal und muss hingenommen werden, solange die Düngeverordnung und die sogenannte gute fachliche Praxis eingehalten werden, sagt der Experte. So muss die Gülle innerhalb von vier Stunden nach dem Ausbringen in den Boden eingearbeitet sein. Für die Anlagen, die der Kontrolle seiner Behörde unterliegen, könne eine Geruchsbelästigung am Montagabend ausgeschlossen werden, so Offel.

Die Suche der Rostocker nach dem Gestank-Verursacher bleibt also erfolglos. Immerhin war die Luft nach einigen Stunden am Dienstagmorgen wieder sauber.

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