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Rostock Razzia bei Sicherheitsdienst: Zoll ermittelt gegen ABS
Mecklenburg Rostock Razzia bei Sicherheitsdienst: Zoll ermittelt gegen ABS
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18:27 29.05.2018
Der Zoll ist mit einer groß angelegten Razzia am Dienstag gegen eine Sicherheitsfirma vorgegangen.
Der Zoll ist mit einer groß angelegten Razzia am Dienstag gegen eine Sicherheitsfirma vorgegangen. Quelle: Stefan Tretropp
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Rostock

Eines der größten privaten Sicherheitsunternehmen des Landes hat am Dienstag überraschenden Besuch bekommen: Fahnder des Zolls und der Staatsanwaltschaft haben Geschäftsräume der Firma ABS (Alarm-, Bewachungs- und Sicherheitsdienst GmbH) durchsucht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Rostock wird gegen das Unternehmen wegen des Anfangsverdachts des „Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelten“ ermittelt. ABS-Geschäftsführer Jörg Hübner wies die Vorwürfe gestern zurück: „Wir gehen davon aus, dass sich das Ganze schnell aufklären wird. Wir haben uns korrekt verhalten.“

In den frühen Morgenstunden waren die Fahnder des Zolls fast zeitgleich an insgesamt zehn Standorten des Unternehmens vorgefahren – unter anderem auch in Demmin und Teterow. Die Ermittler durchsuchten stundenlang die Büro-Räume der Firma, die unter anderem auch für die Sicherheit auf dem Rostocker Weihnachtsmarkt und bei der Hansesail verantwortlich ist. Auch rund um das Ostseestadion ist ABS bei Spielen des FC Hansa im Einsatz. Der Zoll beschlagnahmte kistenweise Unterlagen, die nun ausgewertet werden sollen. „Wir stehen ganz am Anfang der Ermittlungen“, betonte Harald Nowack, Sprecher der Staatsanwaltschaft Rostock. Es gehe darum, dass Löhne und auch Sozialleistungen möglicherweise nicht korrekt abgerechnet worden seien. Eine Schadenssumme könnten die Ermittler noch nicht nennen. „Es gab Auffälligkeiten bei Arbeitnehmern, denen wir nachgehen. Die Indizien reichten nach unsere Ansicht und auch nach Auffassung des Amtsgerichtes Rostock für eine Durchsuchung aus.“ Nach OZ-Informationen sollen die Ermittler unter anderem über einen auffällig hohen Anteil von Mitarbeitern im Rentenalter gestolpert sein – und darüber, dass einige Angestellte die selben Bankverbindungen für ihre Löhne angegeben hatten.

ABS-Chef Hübner sagte, die Durchsuchungen seien für ihn völlig überraschend gekommen. Der Zoll habe sich aber korrekt und rücksichtsvoll verhalten. Er wolle mit den Ermittlern zusammenarbeiten. „Jeder unserer Mitarbeiter wird korrekt und nach Tarif bezahlt. Da haben wir uns nichts vorzuwerfen und das wird sich auch schnell beweisen lassen.“ Über Vorwürfe, er habe weniger als den Mindestlohn bezahlt, kann Hübner nur lächeln: „Es gibt einen Branchentarif, der deutlich über dem Mindestlohn liegt. Wir waren federführend, als es darum ging, diesen Tarif auszuhandeln und einzuführen.“

Stefan Tretropp und Andreas Meyer

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