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Rostock Reem findet Vorurteile gegen Flüchtlinge gemein
Mecklenburg Rostock Reem findet Vorurteile gegen Flüchtlinge gemein
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07:09 23.07.2015
Heute kann Reem wieder lächeln
Heute kann Reem wieder lächeln Quelle: Frank Söllner.
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Rostock

Die 14-jährige Reem Sahwil hat sich eine Woche nach ihrer aufsehenerregenden Begegnung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) selbst zur Flüchtlingsdebatte geäußert: „Ich finde es gemein, dass manche in Deutschland grundsätzlich gegen Flüchtlinge sind“, sagte die Schülerin gestern der OSTSEE-ZEITUNG. „Nicht alle Flüchtlinge wollen sich integrieren. Da kann ich auch verstehen, dass das viele nicht gut finden. Aber deswegen muss man doch nicht alle Flüchtlinge hassen.“

Die Bilder der weinenden Reem waren aus Rostock um die Welt gegangen. Das palästinensische Mädchen sprach mit Merkel über ihre Angst vor Abschiebung und brach dabei in Tränen aus. Dadurch hatte sie eine öffentliche Diskussion über den Umgang mit gut integrierten Flüchtlingen ausgelöst.

Seitdem kam Reem aus den internationalen Schlagzeilen kaum heraus. „Die New York Times, der arabische Fernsehsender Al Jazeera und das libanesische Fernsehen wollten mich interviewen“, erzählt sie. „Das war schon stressig. Aber es ist auch schön, dass sich so viele Menschen für mich interessieren.“


Die Kanzlerin und das weinende Palästinenserkind
Zur Online-Petition "Reem muss bleiben können"



Axel Büssem