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Rostock Rehberg befürwortet Rüstungsexport nach Saudi-Arabien
Mecklenburg Rostock Rehberg befürwortet Rüstungsexport nach Saudi-Arabien
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15:06 20.02.2013
Für die Werft könnt der Auftrag lukrativ sein. Foto: Stefan Sauer/Archiv
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Wolgast

Zu diesem Schluss sei auch das schwedische Friedensforschungsinstitut Sipri gekommen, erklärte Rehberg am Dienstag.

Der Beauftragte für die Maritime Wirtschaft der Unions-Bundestagsfraktion sagte: „Für den Schiffbaustandort Deutschland wäre dieses Geschäft von enormer Bedeutung. Insbesondere die Werftenstandorte Bremen und Wolgast dürften davon profitieren.“ Tausende Arbeitsplätze könnten in wirtschaftlich wenig ausgeprägten Regionen gesichert oder geschaffen werden.

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Der mögliche Milliarden-Auftrag ist politisch umstritten. So hatte sich der Chef der Landtags-Linksfraktion, Helmut Holter, gegen das Geschäft ausgesprochen. Auch die Grünen zeigten sich kritisch gegenüber dem Vorhaben, von dem möglicherweise die Wolgaster Peene-Werft profitieren könnte. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) machte keine klare Aussage. Ziel der Landesregierung sei es, möglichst viele Arbeitsplätze auf den Werften im Land zu erhalten, ließ er Regierungssprecher Andreas Timm erklären. Allerdings halte auch Sellering Rüstungsexporte in bestimmte Gegenden für „problematisch“. Deshalb müsse der Bundessicherheitsrat einen möglichen Auftrag sorgfältig prüfen.

Medienberichten zufolge will Saudi-Arabien deutsche Patrouillenboote kaufen. Eine Voranfrage der Bremer Lürssen-Werft, neuer Besitzer der Wolgaster Werft, sei vom Bundessicherheitsrat positiv beschieden worden, hiess es.

dpa

19.02.2013
19.02.2013
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