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Rostock Reisetrend 2019: Last Minute statt Frühbuchen
Mecklenburg Rostock Reisetrend 2019: Last Minute statt Frühbuchen
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18:26 12.03.2019
Griechenland ist dieses Jahr eines der beliebtesten Reiseziele der Rostocker. Quelle: Philipp Laage/dpa
Rostock

Türkei, Griechenland oder doch lieber eine Tour innerhalb des eigenen Landes? Die Reisetrends der Rostocker variieren dieses Jahr stark: Obwohl die Ostsee vor der Tür liegt, zieht es viele ans Mittelmeer. Bei der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) Berlin zeigte sich, dass Reiseziele wie Ägypten oder Griechenland derzeit ganz oben auf der Liste der begehrtesten Urlaubsorte stehen. Auch die Türkei ist – trotz der angespannten politischen Situation – langsam wieder auf dem Weg zu alten Rekordzahlen.

Und was ist mit den klassischen Reisezielen, wie Mallorca oder Barcelona? „Auch die werden noch gebucht, aber wir leben mittlerweile in einem Zeitalter, in dem viele Kunden schon viele der üblichen Orte besucht haben“, erklärt Mathias Knop, Leiter der Reiseagentur Theo Tours. Daher sei es nicht verwunderlich, dass sich immer mehr Urlauber exotischere Ziele wie Grönland oder Afrika aussuchen.

Den Mittelmeer-Boom kann er jedoch auch für seine Rostocker Kundschaft bestätigen. „Die griechischen Inseln haben wieder einen starken Zuwachs an Besuchern bekommen, und auch Kreuzfahrten erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit“, erklärt er. Allerdings entferne sich der Trend auch immer weiter vom Massentourismus: Viele Urlauber wünschen sich individuellere Erlebnisse in kleineren Reisegruppen.

Individuelle Erlebnisse werden wichtiger

Besonders bei Busreisen bevorzugten viele Urlauber kleinere Gruppen mit bis zu 20 Personen, statt sich mit 50 anderen Touristen einen Reiseleiter teilen zu müssen. Auch auf Einzelwünsche könne so viel mehr Rücksicht genommen werden.

Das gelte nicht nur für Bustouren, sondern auch für Kreuzfahrten. „Momentan befinden sich gerade kleinere Schiffe auf dem aufsteigenden Ast“ führt Knop aus. „Die Menschen wünschen sich einfach eine gemütliche Reise, anstatt sich den Urlaub durch Überfüllung vermiesen zu lassen.“ Dafür seien sie auch bereit, höhere Preise zu zahlen. Eine 2017 erhobene regionale Tourismus-Datenanalyse belegte dies: Im Durchschnitt geben die Rostocker, vom Kind bis zum Senior, rund 2100 Euro im Jahr für Urlaubsreisen aus.

Frühbuchen lohnt sich

Dieses Jahr allerdings verzeichneten die deutschen Reisebüros ein Frühbucher-Tief: „Es ist vermutlich die Wirkung des Rekordsommers 2018 in Deutschland“, meint René Herzog, Geschäftsführer bei DER Touristik. Während ein Großteil der Deutschen sonst immer im Januar und Februar ihren Sommerurlaub bucht, starteten sie dieses Jahr wesentlich später mit ihrer Urlaubsplanung. Daher werden jetzt die Frühbucher-Aktionen noch attraktiver gemacht. „Wer jetzt bucht, stößt auf ein sehr gutes Verhältnis von sehr großer Auswahl und sehr guten Preisen“, betont Herzog.

Die Pleite der Fluggesellschaft Germania wird wohl auch noch für die Sommerurlauber Folgen haben: Viele Touristen, die bereits eine Reise mit Germania gebucht hatten, wurden auf Flieger anderer Gesellschaften verteilt. Dadurch sinke die Zahl der freien Plätze für Kurzentschlossene: „Aufgrund der Umbuchung der Germania-Fluggäste auf alternative Flüge werden viele Spätbucher mit höheren Preisen rechnen müssen“, vermutet Knop.

Nicht nur das Ausland lockt die Rostocker

Es muss aber nicht immer eine Reise ins Ausland sein: Birgit Bernoth, Inhaberin des Reisebüros im Galeria Kaufhof, berichtet, der Trend gehe auch wieder zum eigenen Land. Ob Städtereisen, Schlössertouren oder Freizeitpark – viele Rostocker bleiben diesen Sommer gerne in Deutschland, nicht zuletzt, weil sie wieder auf einen Supersommer wie im vergangenen Jahr hoffen. Das gelte auch für Familien, die nicht über das Reisebüro buchen, sondern lieber auf eigene Faust campen oder ein Ferienhaus mieten. Auch ihnen rät DER-Geschäftsführer Herzog, Unterkünfte möglichst früh zu buchen. Gerade Ost- und Nordsee seien sehr gefragt.

 

Maria Rosenberger

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