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Rostock Land ruft Kommunen und Kreise zur Zusammenarbeit auf
Mecklenburg Rostock Land ruft Kommunen und Kreise zur Zusammenarbeit auf
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14:09 05.11.2019
MV ist ein beliebtes Ausflugsziel für Reiturlaube. Bei der Diskussion um die Nutzung von Waldwegen sollen Reitwegekonzepte Klarheit bringen. Quelle: Susanne Retzlaff
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Klein Nienhagen

In der Diskussion um die Nutzung von Waldwegen für Reiter hat das zuständige Agrarministerium Kommunen und Landkreise zur Zusammenarbeit aufgerufen. Es müsse gemeinsam ein zusammenhängendes Reitwegekonzept erarbeitet werden, dass alle Beteiligten mitnimmt, sagte Staatssekretär Jürgen Buchwald auf der 10. Fachtagung Reittourismus des Vereins Landurlaub MV in Klein Nienhagen (Landkreis Rostock). In Mecklenburg-Vorpommern gibt es rund 6400 Kilometer Reit- und Fahrwege, mehr als 3400 Kilometer davon befinden sich im Wald. An der Frage, ob Reiten in Mecklenburg-Vorpommern grundsätzlich überall erlaubt werden soll, scheiden sich seit Jahren die Geister.

„Im Wald ist das Reiten und Fahren nach Landeswaldgesetz derzeit nur auf besonders gekennzeichneten Wegen gestattet“, sagte Buchwald. Seit 2011 könne jeder private Waldbesitzer das Reiten und Fahren mit Gespannen auf freiwilliger Basis gestatten. Waldflächen im Landesbesitz seien aber häufig eng verzahnt mit anderen Waldbesitzarten und könnten nicht ohne Weiteres für das freie Reiten freigegeben werden, betonte der Staatssekretär.

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Reiturlaub ist in MV sehr beliebt

Mecklenburg-Vorpommern zählt zu den Top-Reisezielen für Reiturlaub. Damit dies so bleibt, setzen wir uns weiter für die Liberalisierung der Reitwege ein“, sagte der Vize-Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf. „Hier sind uns andere Regionen schon längst davongaloppiert.“

Sein Verband sowie der Verein Landurlaub sprachen sich dafür aus, dass Reiten und Fahren ohne Einschränkung und Ausweisung in Gebieten mit hohem Waldanteil, geringer touristischer Belastung und ohne besonderen Waldschutzstatus erlaubt sein soll. Dabei sei aber Augenmaß nötig: Touristische Hochburgen, Schutzgebiete wie Nationalparks und Biosphärenreservate sollen ausgenommen und deren Nutzung durch eine Reitwegeausweisung geregelt sein.

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Von dpa