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Rostock Bunker unterm Hammer – wer bietet mit?
Mecklenburg Rostock Bunker unterm Hammer – wer bietet mit?
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11:52 27.02.2019
Dieser Bunker steht an einem Feldrand bei Sildemow und wird jetzt verkauft. Quelle: Norddeutsche Grundstücksauktionen AG/Montage: Arno Zill
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Sildemow

Tausende Autos rauschen Tag für Tag ganz nah daran vorbei – doch den ehemaligen Bunker, der neben der L131 auf Höhe Sildemow am Rande eines Ackers liegt, kennen dennoch nur Wenige. Am 9. März steht der Massivbau zum Verkauf, wird bei der Frühjahrsversteigerung der Norddeutschen Grundstücksauktionen AG für ein Mindestgebot von 500 Euro offeriert. „Wir haben im Vorfeld schon überdurchschnittlich viele Nachfragen nach diesem Objekt: 93-Mal wurden bereits die Unterlagen angefordert, im Schnitt sind es sonst 54 Abfragen“, sagt Auktionator Kai Rocholl. Für den Experten sei ein Bunker dennoch kein ungewöhnlicher Teil des Kataloges, der diesmal 44 Immobilien aus Norddeutschland umfasst.

Bunker-Eigentümer ist die Bundesrepublik

Die Versteigerung des Bunkers erfolge im Auftrag der Bundesrepublik, der das etwa 155 Quadratmeter große Grundstück samt des 25 Quadratmeter großen Bauwerkes gehört. „Es gibt in Deutschland sicher noch hunderte oder gar tausende Bunker, die dem Bund gehören. Der jetzt Angebotene ist einer der kleineren“, weiß Rocholl. In Metropolen mit großer Wohnungsnot würden Bunker auch schon einmal zu Wohnhäusern umgebaut, was bautechnisch eine Herausforderung sei. „Mir persönlich fällt aber nicht wirklich etwas ein, was man aus dem Sildemower Bunker machen könnte“, sagt der Auktionator. Aufgrund der Vielzahl der Nachfragen schätzt Rocholl, dass sich die Kaufsumme noch erhöht und sogar auf 2000 bis 5000 Euro steigen könnte. „Aber das ist eine subjektive Schätzung und lässt sich bei so einem Objekt schwer berechnen – im Gegensatz zu einem Miethaus, wo es beispielsweise konkrete Formeln gibt.“

Besichtigung im Vorfeld nicht möglich

Da das Bunker-Grundstück außerhalb der Stadt liegt, sei fraglich, ob dort etwas gebaut werden dürfte. „Aber es gibt sicher Interessenten mit Ideen“, sagt Rocholl. Ganz egal, ob diese im Bunker Pilze züchten oder diesen als besonderen Partyraum umbauen wollen – eine entsprechende Bauvoranfrage müssten die Käufer selber stellen. Vom Flächennutzungsplan her sei das Grundstück als Fläche für die Landwirtschaft ausgewiesen.

Hineinschauen konnte im Vorfeld der Auktion niemand. „Die Tür des Bunkers ist verschweißt und deshalb kein Zugang möglich“, sagt Kaufmann Kai Rocholl, der auch Vorstand der Norddeutsche Grundstücksauktionen AG ist.

Anglergrundstück oder Parkplatz im Angebot

Der Katalog der Frühjahrs-Auktion umfasst neben Angeboten aus MV auch Immobilien und Grundstücke aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen. Auch für ein Anglergrundstück in Kessin wird ein neuer Eigentümer gesucht. Das Gelände verfügt über eine unmittelbare Anbindung an die Warnow und hat ein Mindestgebot von 5000 Euro. Zum Kauf gehört allerdings die Verpflichtung, dem Anglerverein beizutreten.

Ebenfalls im Angebot sind aus der Hansestadt Rostock ein 5000 Quadratmeter großes Flurstück an der Stadtautobahn Lichtenhagen sowie der Mieteigentumsanteil für einen Parkplatz in Toitenwinkel. Die Auktion beginnt am 9. März um 11 Uhr im Rostocker Pentahotel. Auch telefonisches Bieten ist möglich. Bezahlt werden kann laut Kai Rocholl am Auktions-Tag in Bar, sowie mit Schecks oder Sofortüberweisung. Zu den ungewöhnlichsten Objekten, die Kai Rocholl unter den Hammer gekommen wären, gehöre ein ehemaliges Handgranatenwurffeld der Bundeswehr. Auch die Größen der Objekte wären sehr unterschiedlich – von 9 bis 3,4 Millionen Quadratmeter. „Letzteres klingt zwar ungewöhnlich, war aber eine Waldfläche. Im wahrsten Wortsinn jede Menge Holz“, so der Auktionator schmunzelnd.

Claudia Labude-Gericke

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