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Rostock Mein Lokal, dein Lokal: So verliefen die Dreharbeiten in Rostock
Mecklenburg Rostock

Rostock: Dreharbeiten zu Mein Lokal, dein Lokal in fünf Restaurants

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21:13 10.09.2021
Duc Ta Minh vom Asia Palast
Duc Ta Minh vom Asia Palast Quelle: Kira Schmidt
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Rostock

Asiatisch, typisch mecklenburgisch, französisch angehaucht, mediterran oder total international: Unterschiedlicher könnten die fünf Restaurants aus Rostock, Warnemünde und Ribnitz-Damgarten nicht sein. Doch eines haben sie gemeinsam: Ab Montag kämpfen sie in der Sendung „Mein Lokal, dein Lokal“ auf Kabel 1 um den „goldenen Teller“. Die OZ hat alle Kandidaten vorher besucht.

Bombenstimmung beim Dreh

Möwengeschrei, Meeresluft und Menschentrubel vor der Tür. Am „Stromgold“ in Warnemünde ist einiges los. Im Restaurant selbst herrscht noch Ruhe, doch die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Phillip Storch setzt im „Stromgold“ auf ein junges Team: „Die meisten hier sind zwischen 20 und 30 Jahre alt.“

Und auch das Restaurant selbst ist noch jung. Die Teilnahme an der TV-Show soll den Durchbruch bringen. Für die Konkurrenz wurden hier regionale Gerichte zubereitet. Auf der Speisekarte ist aber auch französisch inspirierte Küche zu finden. „Während des Drehs war die Stimmung einfach bombe. Alle hatten ihren Spaß, und manchmal musste sogar für Ruhe gesorgt werden.“, verrät Storch und lacht.

Dabei sein ist alles

Auf den Tisch kommen im „Stralsunder“ mecklenburgische Gerichte „ohne Schnickschnack“ und volle Teller zum satt werden. Im Innenhof des Restaurants herrscht ein gemütliches Durcheinander: An der Decke hängt ein Fahrrad, die Wände sind mit Straßenschildern gepflastert und überall stehen Pflanzen. Ein Trabbi mit einem Eisbein auf dem Dach ist ein Hingucker, und auch skurrile Geschichten kann Inhaber Jens Girulat erzählen: „Ein Gast hat sich ein Eisbein auf den Hintern tätowieren lassen. Jetzt hat er einen lebenslangen Gutschein, mit dem er hier essen kann.“

Schon vor drei Jahren sollte das Restaurant in der Wismarschen Straße an der TV-Show teilnehmen. Doch damals war Girulat an einer Teilnahme noch nicht interessiert: „Man kennt das ja aus dem Fernsehen. In vielen Sendungen geht es darum, die Leute schlecht dastehen zu lassen.“ Doch nach dem Leiden in Corona-Zeiten wollte er den Rückenwind nutzen. Die Entscheidung bereut er nicht: „Es steht ja auch nicht das Gewinnen im Vordergrund, dabei sein ist schließlich alles.“

Mit der Konkurrenz mithalten

Fässer vor der Tür und Weinregale wohin das Auge nur reicht. Im letzten Sommer feierte der „Weinfuzzi“ in Ribnitz-Damgarten Eröffnung. Zuvor hatten Wolfgang Vogel und sein Schwiegervater hier alles mit eigenen Händen renoviert. Nun wird sich in der Küche ausgetobt.

Vor allem die mediterrane Küche passt hervorragend zu den Weinen und Spirituosen, die hier ausgeschenkt werden. Während der Dreharbeiten lebten die Mitstreiter hier vor allem ihre Vorliebe für Gin Tonic aus. „Die Synergie zwischen den Teilnehmern war einfach toll“, sagt Vogel.

An der Show nahm er teil, um zu schauen, ob er mit der Konkurrenz in Rostock überhaupt mithalten könne. „Außerdem ist es natürlich gute Werbung für mein zweites Standbein, den Spirituosenhandel.“ So, hofft er, ist bald nicht nur der Name, sondern auch sein Wein in aller Munde.

Fast wie in Asien

Ein rotes Tor schmückt den Eingang des „Asia Palastes“ in Warnemünde. Die gläserne Brücke führt über den Karpfen-Teich ins Innere des Restaurants. Das Plätschern des Wassers übertönt schon fast die leise Musik im Hintergrund. Man kommt sich wirklich fast vor wie in einem asiatischen Palast. Schon 2014 nahm Duc Ta Minh an „Mein Lokal, dein Lokal“ teil. Nun ist er froh, dass er das trotz Corona wiederholen konnte. „Die Dreharbeiten waren zwar anstrengend und gingen so um die 14 Stunden, aber die Stimmung am Set war trotzdem super.“

Von den anderen Teilnehmern kannte Duc Ta Minh zuvor noch keinen, aber die Expertise der Konkurrenz bewundert er. „Ich selbst bin ja kein Profi, sondern habe im Familienbetrieb gelernt“, erklärt er.

Ein Name mit Tradition

Ein hölzernes Klavier steht auf der kleinen Bühne im Restaurant „Käthe“. An den Wänden hängen Autogrammkarten von Künstlern, die hier schon aufgetreten sind. Im hinteren Teil lassen Bücherregale das Restaurant fast wie ein Wohnzimmer wirken.

Eine bestimmte kulinarische Richtung will Gastronom Andy Szabó nicht einschlagen: Die Karte ist international und ändert sich regelmäßig. Die anderen Restaurant-Chefs sah Szabó während der Sendung zum ersten Mal. „Es war schön, die Menschen zu treffen und die Geschichten zu erfahren, die hinter den Restaurants stecken.“, sagt er.

Eine lange Geschichte hat auch sein eigenes Restaurant: Schon vor hundert Jahren ging hier der Gastronomie-Betrieb los, als Namensgeberin Käthe van der Ville ein Café eröffnete, erklärt Andy. Und der Name Käthe wird weitergegeben. Heutiger Namensträger ist Kater Käthe.

Wer wird gewinnen?

Bei „Mein Lokal, dein Lokal“ bewerten sich die Teilnehmer gegenseitig. Reihum wird dazu an jedem Tag ein Restaurant getestet. Wer in der Region Rostock gewonnen hat, darf noch nicht verraten werden. Das erfahren die Fernsehzuschauer erst in der letzten Sendung.

Von Kira Schmidt