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Rostock Rostock: Eisregen verwandelt Straßen in gefährliche Rutschpisten – viele Unfälle
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Rostock: Eisregen verwandelt Straßen in Rutschpisten - viele Unfälle

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17:14 27.12.2021
Eisregen verwandelt Straßen in und um Rostock in gefährliche Rutschpisten.
Eisregen verwandelt Straßen in und um Rostock in gefährliche Rutschpisten. Quelle: Stefan Tretropp
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Rostock

Eisregen hat am Montagnachmittag im gesamten Rostocker Stadtgebiet sowie im Landkreis Rostock zu zahlreichen Verkehrsunfällen geführt. Der schwerste ereignete sich in Biestow. Dort gab es drei Verletzte zu beklagen, überwiegend blieb es aber bei Blechschäden. Laut Auskunft von Rainer Fricke, Polizeiführer im Präsidium Rostock, erstreckte sich der Eisregen mitsamt den Auswirkungen auf alle Rostocker Stadtteile sowie auf Orte im Landkreis, die dicht an Rostock grenzen, wie zum Beispiel Bentwisch.

Am frühen Nachmittag setzte der Eisregen ein. Die Tropfen fielen auf den gefrorenen Boden und sorgten sofort für eine gefährliche Rutschbahn. Aufgrund von „nicht angepasster Geschwindigkeit“ bei diesen Witterungsverhältnissen kam es zu mehreren Unfällen. Beispiele: In Biestow rutschten am Ortsausgang auf spiegelglatter Straße zwei Autos frontal ineinander. Drei Personen verletzten sich leicht, ein Sachschaden von mehreren Zehntausend Euro entstand.

In der Dierkower Allee fuhren drei Autos aufeinander auf. Eine Frau verletzte sich hierbei leicht.

Eisregen verwandelt Straßen in und um Rostock in gefährliche Rutschpisten. Es kam zu zahlreichen Unfällen. Quelle: Stefan Tretropp

Wohnanhänger gerät ins Schlingern

Auf der L 22 zwischen Stuthof und Jürgeshof verunglückte ein Auto, das einen Wohnanhänger hinter sich herzog. Aufgrund der Eisglätte kam der Anhänger ins Schlingern und stieß in der Gegenfahrbahn in einen Transporter. Einige Meter weiter blieb der Wagen mit dem Wohnanhänger quer auf der L 22 stehen und versperrte so die Weiterfahrt für andere Verkehrsteilnehmer. Augenzeugen berichteten, dass es fast eine Stunde dauerte, ehe die Polizei am Unfallort erschien.

Ein Pkw mit Wohnanhänger geriet ins Schlingern. Quelle: Stefan Tretropp

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Unfälle in Prioritäten eingestuft

Auch die Beamten hatten große Schwierigkeiten, unter diesen Bedingungen voranzukommen. „Wir haben die Unfälle nach und nach abgearbeitet“, erklärte Rainer Fricke aus der Leitstelle. Die Polizei stuft die Unfälle dabei in Prioritäten ein. So würden schwere Unglücke mit verletzten Personen umgehend bearbeitet, während sich Beteiligte bei leichten Auffahrunfällen mit Blechschaden gedulden müssten.

Auch, auf welcher Straße sich der Unfall zugetragen hat, spielt eine entscheidende Rolle. Ist es eine Haupt- oder eine Nebenstraße? So würden zum Beispiel Autobahnauffahrten wenig frequentierten Dorfstraßen immer bevorzugt. Eine Einsatzzahl konnte Fricke nicht nennen, er sprach aber von einer „Vielzahl“. Der Notruf stand in dieser Zeit kaum still, hieß es.

Andere Landesteile blieben von dem Blitzeis weitestgehend verschont, hieß es auf Nachfrage von der Polizei in Neubrandenburg.

Von Stefan Tretropp