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Rostock Investor plant Riesen-Hotel in Rostock
Mecklenburg Rostock Investor plant Riesen-Hotel in Rostock
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19:32 21.01.2019
So soll das neue Hotel an der Petersburger Straße in Rostock aussehen. Quelle: Kai Esslinger
Rostock

Die Hansestadt wächst – und das nicht „nur“ in puncto Einwohner: Nein, mehr und mehr Urlauber verbringen an die Warnow die schönste Zeit des Jahres. Allein zwischen Januar und Oktober 2018 zählt Rostock 1 826 010 Übernachtungen – 4,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Und in Zukunft dürfte diese Zahl sogar noch steigen: Am Werftdreieck, auf der Holzhalbinsel und nun auch in Lütten Klein sollen neue Hotels entstehen. Ein Unternehmen aus Baden-Württemberg plant dort eine neue Herberge mit fast 400 Betten. Direkt an der St.-Petersburger-Straße. Zielgruppe dort sollen aber nicht die klassischen Strandurlauber sein.

Rostock hat einen exzellenten Ruf

Rostock ist ein Standort mit viel Potenzial“, sagt Kai Esslinger. Das habe sich bis nach Süddeutschland rumgesprochen. Esslinger führt zusammen mit seinem Bruder Frank ein Familienunternehmen, dass in der Immobilienbranche tätig ist. Die Firme Esslinger aus Oberderdingen baut Wohn- und Geschäftshäuser, verkauft oder verpachtet sie dann an Dritte. Klassisches Bauträger-Geschäft. „Ein Bekannter hat uns auf die Hansestadt aufmerksam gemacht –und wie positiv sich die ganze Region derzeit entwickelt.“ Und: In Rostock fehlen nach wie vor Kapazitäten am Hotel-Markt. Vor allem außerhalb der Innenstadt und Warnemündes.

„Wir sehen große Chancen für ein Hotel im Drei-Sterne-Segment“, so Esslinger. Dafür gebe es gleich mehrere Gründe: Die Hanse- werde zunehmend auch zu einer Kongress- und Messestadt. Aussteller, Besucher, Gäste müssen aber auch irgendwo untergebracht werden. „Auch das Wachstum im Kreuzfahrtgeschäft bietet Chancen. Viele Gäste, die von Warnemünde aus in See stechen, wollen gerne noch einige Tage vor oder nach ihrer Kreuzfahrt an der Küste bleiben“, so Esslinger. Und dann wären da auch noch die Fachkräfte: Die Werften, der Kranhersteller Liebherr, die EEW Eisenwerke oder auch Nordex würden in zunehmenden Maße Arbeitskräfte aus ganz Europa nach Rostock locken. „Oft sind diese Spezialisten aber nur wenige Tagen oder Woche an der Ostsee beschäftigt und brauchen ebenfalls eine Herberge.“

„Der Nordwesten entwickelt sich“

Auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück für ein neues Hotel wurde Esslinger in Lütten Klein fündig, an der St.-Petersburger-Straße – zwischen dem Baumarkt, der neuen Rote Kreuz-Zentrale und der ebenfalls neuen Tankstelle. Dort will die Firma aus der Nähe von Karlsruhe ein Haus mit 399 Betten bauen – ausschließlich in Ein- und Zwei-Bett-Zimmer. Geplant sind zudem ein kleines Parkdeck, eine Tiefgarage und ein Restaurant. Bis zu sechs Stockwerke sehen die Planungen vor, maximal 22 Meter soll der Bau hoch werden. „Eine solchen Standort finden Sie in Deutschland nicht mehr so oft“, schwärmt Esslinger. 20 Millionen Euro will er investieren.

Was für Lütten Klein spreche sei die „hervorragende Verkehrsanbindung“. Nur wenige Hundert Meter sind es bis zur Stadtautobahn oder direkt bis zur Hansemesse. Das Umfeld sei außerdem zunehmend attraktiv: „Der Nordwesten Rostocks entwickelt sich aus unserer Sicht sehr positiv.“ Sixt habe sich dort angesiedelt, das Rote Kreuz, das Ärztehaus sei ebenfalls noch recht neu. In Lütten Klein gebe es für Tagungsgäste Einkaufsmöglichkeiten, ein Kino und vieles mehr. „Ideal für uns“. Eines sei aber bereits klar: Die Esslinger-Gruppe wird das Hotel nicht selbst betreiben. „Wir sind in Verhandlungen mit mehreren Interessenten“, so Kai Esslinger. Namen nennt er noch nicht.

Verband begrüßt Kongresstourismus

Was das neue Hotelprojekt für den Tourismus in Rostock bringen wird – darüber lässt sich bisher noch nichts sagen. Die Tourismuszentrale der Hansestadt kann zu dem Projekt noch gar nichts sagen. Man kenne das Vorhaben dort noch nicht, hieß es auf OZ-Anfrage. Der Landestourismusverband äußert sich hingegen zurückhaltend positiv: „Rostock definiert seinen weiteren touristischen Weg nachvollziehbar auch über Geschäftsreisen und Konferenzen. Dem zuträglich ist sicher ein sinnvoll und in hoher Qualität ergänztes Angebot“, sagt Vize-Verbandsgeschäftsführer Tobias Woitendorf. „Eine detaillierte Bewertung des Vorhabens in Lütten Klein muss in diesem Zusammenhang sicher noch erfolgen. Die Nähe zur Hansemesse dürfte einen Vorteil darstellen. Insbesondere Kongresstourismus lässt sich auch außerhalb von Innenstädten und touristisch geprägten Stadtgebieten etablieren.“

Andreas Meyer

Helga Stüve singt seit mehr als 30 Jahren in der Rostocker Folkloregruppe Nuurdwind.

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