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Rostock Rostock: Psychosoziales Zentrum dringend auf Spenden angewiesen
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Rostock: Psychosoziales Zentrum dringend auf Spenden angewiesen

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16:57 28.12.2021
Das Team des psychosozialen Zentrums in Rostock freut sich über Spenden zur Unterstützung des Vereins.
Das Team des psychosozialen Zentrums in Rostock freut sich über Spenden zur Unterstützung des Vereins. Quelle: PSZ Rostock
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Rostock

Das Psychosoziale Zentrum Rostock für Geflüchtete, Migrantinnen und Migranten möchte seine Arbeit mit Hilfe einer Spendenkampagne sichern, weil für das kommende Jahr noch keine öffentliche Förderung zugesagt wurde.

„Wir sind jetzt dringend auf Spenden angewiesen, damit wir unsere wichtige Arbeit fortführen können”, sagt die Ärztin Franziska Rebentisch, die ehrenamtlich als psychosoziale Beraterin im Zentrum tätig ist. „Wir haben aktuell lange Wartelisten, da die Zahl der Asylsuchenden steigt. Die Situation an den europäischen Außengrenzen ist sehr dramatisch. Menschen die hier ankommen haben Schlimmes erlebt und sind oft traumatisiert. Daher bieten wir Hilfe an.”

Obwohl die meisten Helfer ehrenamtlich arbeiten, brauche das Zentrum fest angestellte Mitarbeitende für die Koordination, müsse Miete bezahlen und habe auch andere Kosten, wobei die notwendige Sprachmittlung einen großen Anteil ausmacht, erklärt Rebentisch die Situation. Bisher habe der Verein vor allem finanzielle Unterstützung von der UNO-Flüchtlingshilfe erhalten. Ein großer Teil der Finanzierung sei aber bisher über private Spenden gelaufen.

„Wir brauchen aber auch Geld aus öffentlicher Hand”, sagt Rebentisch. „Das EU-Recht verpflichtet Deutschland, für die psychosoziale Versorgung von Asylsuchenden zu sorgen. In vielen anderen Städten beteiligen sich Stadt oder Land an der Finanzierung ähnlicher Zentren.”

Die Stadt Rostock hat eine Förderabsage erteilt

Beim Land hat der Verein bereits Geld beantragt. Wegen der Bildung der neuen Regierung sei aber noch unklar, ob und in welcher Höhe das Psychosoziale Zentrum gefördert werden soll, heißt es weiter. Die Hansestadt Rostock habe eine Förderung bereits abgelehnt, obwohl das Psychosoziale Zentrum im städtischen Integrationskonzept 2021 als unbedingt zu erhaltendes und weiterzuentwickelndes Projekt aufgeführt wird. „Geld scheint das den Verantwortlichen leider nicht wert zu sein”, zeigt sich Rebentisch enttäuscht.

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So können Sie helfen

Nun hat der Verein eine Crowdfunding-Kampagne über das Portal 99funken der Ostseesparkasse gestartet mit dem Ziel bis Ende Dezember 10 000 Euro zu sammeln. „Mit dem Geld können wir unsere Arbeit für die nächsten Monate sicherstellen”, erklärt Rebentisch. Bis dahin, hofft sie, ergibt sich noch eine Förderung vom Land.

Hier können Sie spenden und so das Psychosoziale Zentrum in Rostock unterstützen.

Von OZ