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Rostock Neue Ziele, neue Schiffe: Arosa nimmt volle Fahrt auf
Mecklenburg Rostock Neue Ziele, neue Schiffe: Arosa nimmt volle Fahrt auf
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08:03 09.02.2019
Jörg Eichler, Vorstandschef von Arosa Flusskreuzfahrten aus Rostock, setzt voll auf Wachstum. Quelle: OVE ARSCHOLL
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Rostock

Rostock wird mehr und mehr zum Herz der europäischen Kreuzfahrt-Branche. Denn nicht nur Deutschlands größte Hochsee-Kreuzfahrtreederei Aida, sondern auch Arosa – Marktführer im Bereich der Premium-Flusskreuzfahrten – setzt voll auf Wachstum: „Wir planen den Bau einer neuen Schiffsgeneration und suchen nach neuen Zielen für unsere Gäste“, kündigt Jörg Eichler, Geschäftsführer der Rostocker Reederei an.

Bereits im Mai stellt Arosa sein zwölftes Schiff in den Dienst: die „Arosa Alva“. Es ist das erste Schiff der Flotte, das nicht in Rostock gebaut wurde – sondern in Portugal. Denn dort wird es auch zum Einsatz kommen. Auf dem Fluss Douro.

Weitere Flüsse im Visier

Das ist aber nur ein neues Ziel: Arosa-Chef Eichler hat bereits weitere Flüsse im Visier, auf denen Arosa künftig Reisen anbieten will. „Die Garonne in Frankreich zum Beispiel“ sei interessant für die Rostocker. Der Reederei-Manager rechnet in den kommenden Jahren mit einem weiteren, enormen Wachstum im Flusskreuzfahrt-Geschäft: „Wir sprechen schon von der Dekade der Flussreisen“, so Eichler im OZ-Interview. Denn mehr und mehr Gäste ziehe es „gen Westen, in sichere Urlaubsländer“.

Andere Regionen – Tunesien und Marokko etwa, aber auch die Türkei – würden hingegen Touristen verlieren. Aus Angst vor Terror und Gewalt. Arosa setzt deshalb auf Städtereisen mit dem Schiff – verstärkt auch für Familien mit Kindern. „Der Städtereise-Markt in Deutschland hat ein Volumen von acht Milliarden Euro, bisher entfällt nur eine halbe Milliarde auf Flussreisen.“ Ein riesiges Potenzial für die Rostocker.

Die OZ berichten zum Thema „Arosa“

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Große Pläne: Neue Ziele, neue Schiffe – Arosa nimmt volle Fahrt auf

Arosa-Chef Jörg Eichler im OZ-Interview: „Wir stehen vor dem Jahrzehnt der Flusskreuzfahrten“

Kommentar: Die Rostocker Reedereien Arosa und Aida sind zwei absolute Erfolgsgeschichten aus Ostdeutschland

Arbeit an neuer Schiffsgeneration

Deshalb soll die „Arosa Alva“ möglichst schon im kommenden Jahr als jüngstes Schiff der Flotte abgelöst werden. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer neuen Schiffsgeneration“, sagt Eichler. Noch im ersten Halbjahr 2019 sollen die Planungen abgeschlossen sein und der Bau des ersten Schiffes in Auftrag gegeben werden.

Wie viele Schiffe Eichler insgesamt in den kommenden Jahren ordern will, sagt der Arosa-Geschäftsführer noch nicht. Größer sollen die neuen Luxusliner für Europas Flüsse werden – und umweltfreundlicher: Schon jetzt verfügen alle Arosa-Schiffe über Landstrom-Anschlüsse. Der Branchenprimus aus MV will aber noch einen Schritt weitergehen und auch beim Fahren ohne schädliche Abgase auskommen: Während Aida Cruises bei seinen neuen Hochsee-Schiffen auf das emissionsarme Flüssiggas LNG setzt, sieht Eichler auf den Flüssen eher Batterien als „Treibstoff“ der Zukunft.

Das Jahr 2018 war für die Flussreise-Experten aus Rostock ein Erfolgsjahr – obwohl das Niedrigwasser nach dem Hitzesommer auch Arosa Probleme bereitet hat: Die Rostocker konnten den Passageumsatz um sechs Prozent steigern, den Gewinn sogar um 60 Prozent. Allein in Rostock arbeiten mittlerweile mehr als 100 Menschen für das Unternehmen. Auch der „Nachbar“ Aida will weiter wachsen: Nach der Indienststellung der „Aidanova“ im Dezember sollen bis 2023 noch zwei weitere Neubauten folgen.

Das ist Arosa

11 Schiffe gehören aktuell zur Arosa-Flotte. Das zwölfte wird im Mai in Dienst gestellt.

8 Flüssehat Arosa im Angebot – neben Rhein, Main, Mosel und Donau sind das die Seine, die Rhône und die Saône in Frankreich sowie den Douro in Portugal.

2002 wurden die ersten Kreuzfahrten unter dem Markennahmen Arosa angeboten. Entstanden ist das Unternehmen im Hause Deutsche Seereederei – ebenso wie Aida. Seit 2009 ist Arosa ein eigenständiges Unternehmen. Mit den gleichnamigen Hotels hat die Flusskreuzfahrtreederei nur den Namen gemein.

Andreas Meyer

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