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Rostock Wiro stellt neue Pläne für Mittelmole vor
Mecklenburg Rostock Wiro stellt neue Pläne für Mittelmole vor
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21:18 13.11.2018
Blick auf die Mittelmole: Am Dienstag stellt die Wiro ihre neuen Pläne für Warnemündes Filetstück vor. Quelle: Andreas Meyer
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Rostock

Nein, nervös ist Christian Jentzsch nicht. „Dazu gibt es keinen Grund.“ Aber gespannt ist der Entwicklungschef der stadteigenen Wohnungsgesellschaft Wiro dann doch. Am Dienstagabend stellt er im Ortsbeirat Warnemünde jene Pläne vor, auf die nicht nur das Ostseebad seit Jahren wartet – die neuen Entwürfe für die Mittelmole. Knapp drei Jahre haben sich Stadtplanung und Wiro dafür Zeit genommen. Eines vorweg: Die Wiro hält an ihrer Idee von zwei neuen Quartieren auf der Halbinsel im Strom fest. „Aber wir haben die Kritik der Warnemünder aufgenommen, an den Details stark gearbeitet“, sagt Jentzsch.

Rostocks Dauerbrenner

Seit fünf Jahren ist die Mittelmole ein Dauerbrenner – für die Wiro, die Warnemünder, aber auch Stadtverwaltung und -politik. Und kaum ein Projekt in der Hansestadt polarisiert so stark wie die geplante Bebauung direkt an der Warnowmündung. Schon 2013/2014 nahm die Wiro einen ersten Anlauf. Doch es hagelte Kritik, eine Bürgerinitiative gründete sich. „Vor allem an der Höhe der Gebäude störten sich die Warnemünder“, sagt Jentzsch. 29,6 Meter hoch sollten einige der geplanten Wohnhäuser werden. „Genau so hoch wie das bestehende Wiro-Hochhaus auf der Mittelmole.“ Doch das war vielen Kritikern zu hoch. Andere wollten eine Bebauung gar komplett verhindern. Aber: Rostock brauche Wohnraum – auch in Warnemünde. „Wir wollen keine Luxusapartments errichten, die wir dann für viel Geld weiterverkaufen. Nein, wir wollen vermieten – nicht an Feriengäste, sondern an neue Einwohner“, so Jentzsch.

Neuer Eingang für Ostseebad

Auch die neuen Entwürfe sehen zwei Quartiere vor: Das sogenannte „Stromquartier“ mitten auf der Mittelmole und das „Quintett“ an der Spitze rund um das Wiro-Hochhaus. Allesamt mit Tiefgaragen. Wo heute Wohnmobile in 1A-Lage parken, will die Wiro eine große Freifläche schaffen – mit viel Grün und mit Platz, um dort bei der Hanse Sail oder der Warnemünder Woche zu feiern. Im „Stromquartier“ – zur Brücke und zum Bahnhof hin – sind im Erdgeschoss Geschäfte geplant. „Ein neuer Ortseingang für all jene, die mit der Bahn in das Ostseebad kommen“, so Jentzsch.

Die Details sind entscheidend

Vieles davon ist nicht neu. An den Details aber hat die Wiro mit ihren Architekten und vor allem den Stadtplanern im Rathaus gefeilt: So sollen die Häuser im „Quintett“ abgespeckt werden – um ein bis zwei Stockwerke. „Kein Gebäude wird höher als 21 Meter, das Wiro-Hochhaus bleibt das höchste Gebäude“, so Jentzsch. Bis zum Frühjahr baut die Wiro den ehemaligen Sitz der Reederei Scandlines zu einer Art Hotel um – einer Herberge auf Zeit für Schüler, Azubis und Studenten. Und: „Die Gebäude am Alten Strom werden höher sein als unsere Neubauten. Zudem wollen wir die Fassadenstruktur der alten Häuser übernehmen, auch die Abstufungen in den Giebeln. Wir passen uns ins Ortsbild ein.“ Erste Ansichten gibt es aber erst am Dienstagabend zu sehen.

Durch die neuen Planungen verliert die Wiro rund 1000 Quadratmeter Wohnfläche. „Wir gehen weiterhin davon aus, dass wir rund 300 neue Wohnungen auf der Mittelmole schaffen können“, so Jentzsch. Denn im „Stromquartier“ sollen die Häuser dafür etwas höher werden – aber maximal fünf Stockwerke hoch, mit viel Grün in einer Art öffentlichen Innenhof. „Auch die neuen Wohnhäuser am Park würden wir gerne realisieren. Ebenso ein Parkhaus zwischen Bahngleisen und Kreuzfahrthafen – mit 500 Stellplätzen“, sagt Jentzsch. In nicht-öffentlichen Sitzungen wurden die Pläne bereits den Fachausschüssen der Bürgerschaft und dem Ortsbeirat vorgestellt: „Die Reaktionen waren sehr positiv“, sagt Jentzsch. Doch erst am Dienstagabend erfährt er, was die Warnemünder denken.

Weiteres zu den Entwürfen der Wiro hier

Andreas Meyer

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